M. Fröch, N. Berlakovich und A. Pfeiffer präsentieren die neue Broschüre.

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Broschüre unterstützt Bäuerinnen beim Einstieg

Frauen sind ein zentraler Motor bäuerlicher Betriebe: als Betriebsführerinnen, Unternehmerinnen oder Direktvermarkterinnen. Ein neuer Ratgeber soll dieses vielfältige Wirken sichtbar machen und Unterstützung geben.

Im Burgenland wird mehr als ein Drittel der rund 8.000 land- und forstwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt, weitere 15 Prozent stemmen die Betriebsführung gemeinsam mit dem Partner. Ein Viertel der Kammerräte im Burgenland ist weiblich. Und die Seminarbäuerinnen haben mit über 500 die meisten Schuleinsätze in Österreich. „Mit einer neuen Informationsbroschüre unter dem Titel ‚Plötzlich Bäuerin‘ wollen wir – die Landwirtschaftskammer Burgenland gemeinsam mit der ARGE Bäuerinnen Burgenland – die bedeutende Rolle von Frauen in der Landwirtschaft noch stärker sichtbar machen. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen für das Engagement, die Leistungen und die Zukunftschancen von Bäuerinnen, und die Broschüre soll eine Hilfestellung für Frauen im Bäuerinnenalltag sein“, informieren LK-Präsident Nikolaus Berlakovich, Landesbäuerin-Stellvertreterin Maria Fröch und die Landeskoordinatorin der ARGE Bäuerinnen, Angela Pfeiffer.

Viele Fragen am Beginn einer neuen Tätigkeit

Gerade am Anfang einer neuen Aufgabe oder eines neuen Tätigkeitsfeldes entstehen viele Fragen, und man ist oft hilflos, weil man nicht weiß, an wen man sich wenden kann. „Die neue Broschüre richtet sich an Jungbäuerinnen und Hofübernehmerinnen, landwirtschaftliche Quereinsteigerinnen, Frauen in Partnerschaft mit Hofanwärtern oder Hofbesitzern, Frauen, die bis jetzt noch nicht daran gedacht haben, jemals Bäuerin zu werden oder bis jetzt noch keine Vorstellung davon hatten. Die 32-seitige Broschüre dokumentiert Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgswege – von der Übernahme des Familienhofes bis zur Direktvermarktung und innovativen Betriebsführung. Aber auch rechtliche und steuerliche Tipps sind enthalten oder die richtigen Ansprechpartner sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten“, erklärt Angela Pfeiffer.

2026 ist das Jahr der Bäuerin

Auch weltweit wird im Jahr 2026 durch das ‚‚Internationale Jahr der Bäuerin“, das von den Vereinten Nationen und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO durchgeführt wird, das Augenmerk auf die Landwirtinnen gerichtet. „Mit dem Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 wollen wir die Rolle der Bäuerinnen hervorheben und zugleich den Einstieg und die Perspektiven für Frauen in der Landwirtschaft fördern. Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 bietet uns eine große Chance: Endlich wird sicht- und spürbar, was Bäuerinnen seit Jahrzehnten leisten. Auch im Burgenland setzen wir Aktionen: Kick-off-Veranstaltung wird unser Landesbäuerinnentag am 24. Jänner 2026 auf der Burg Schlaining sein“, erklärt Landesbäuerin-Stellvertreterin Maria Fröch.

Bäuerinnen-Netzwerk von zentraler Bedeutung

Plötzlich Bäuerin: So ist es Rafaela Köller gegangen. Und auch Julia Rechtberger war als Hofübernehmerin froh, dass sie auf die Erfahrungen und das Netzwerk der Bäuerinnen Burgenland zurückgreifen konnte. „Plötzlich stehst du vor neuen Herausforderungen und hast viele Fragen. Da bist du über jede Hilfestellung und jeden Tipp dankbar. An alle Frauen, die neu im landwirtschaftlichen Bereich hinzukommen: Nehmt das Angebot der Bäuerinnen an, das erleichtert vor allem den Einstieg, aber auch das tägliche Leben“, so die beiden Jungbäuerinnen.

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