Unter dem Slogan "Saalfeldens Pinzgauer-Zucht im Fokus" lud die Arbeitsgemeinschaft der Pinzgauer Rinderzuchtverbände kürzlich zur Züchtertagung nach Saalfelden ein. ARGE-Obmann Hannes Hofer begrüßte alle teilnehmenden Züchterfamilien und konnte neben Tierzuchtdirektor Bruno Deutinger, sowie Geschäftsführer der Rinderzucht Salzburg Thomas Edenhauser auch den Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Limousin-Züchter Dietmar Winter in den Reihen willkommen heißen.
Vortrag von MEP Bernhuber
Den Höhepunkt der Tagung bildete der Vortrag von DI Alexander Bernhuber. Er bewirtschaftet einen Bauernhof mit Ackerbau und Mastrindern in Niederösterreich und ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlamentes.
„Ich bin in Europa und mit der Landwirtschaft groß geworden. Deshalb ist mir die Zukunft unserer ländlichen Regionen und Gemeinden ein besonderes Anliegen. Egal ob in Gemeinde, Land, Bund oder Europa: Ich will im Europaparlament die Entscheidungen für unsere nächsten Generationen mitgestalten“, so Bernhuber, der auch bereits in Maishofen auf der Versteigerung schon zu Gast war.
Aktuell 228 Tiroler Mitglieder
Für die Tiroler-Pinzgauerzüchter gab Roland Dödlinger einen sehr positiven Einblick in die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Seit 2010 ist die Anzahl jährlich gestiegen und es sind aktuell 228 Mitglieder in Tirol verzeichnet.
Im Länderbericht aus Salzburg informierte Thomas Edenhauser, Geschäftsführer der Rinderzucht Salzburg, kurz über aktuelle Themen rund um die SNP-Typisierungen, Vermarktung und den so wichtigen Teststiereinsatz. Weiteres lud Edenhauser zum großen Highlight im Jahr 2026 ein: Die Bundespinzgauerschau und Verbandsrinderschau am 12. April 2026 in Maishofen.
Zuchterfolge durch gesextes Sperma
Salzburgs Tierzuchtdirektor Bruno Deutinger informierte in seinem Kurzbericht über aktuelle Themen aus der Besamung und des Landeskontrollverbandes. „Das neue Sexting-Labor in Kagelsberg (Niederösterreich) ermöglicht ab sofort auch für die Rassen Original Pinzgauer und Pinzgauer die lokale Produktion von hochwertigem gesextem Sperma, das gezielt weibliche oder männliche Nachkommen ermöglicht – je nach züchterischem Ziel. Diese Chance sollte unbedingt genützt werden!“, so Deutinger.
Ehrung verdienter Stierzüchter
Die züchterischen Leistungen um die positive Entwicklung des Pinzgauer-Zuchtprogrammes wurden anhand einer Urkundenverleihung sichtbar gemacht, indem 13 Züchter von positiv geprüften Stieren ausgezeichnet wurden:
Seiwald Elfriede, Oberhausstatt aus Erpfendorf für RAUREIF
Moser Hans-Peter, Großschönberg aus Goldegg für FEUERSTEIN
Fritzenwallner Regina u. Franz, Öbrist aus Wagrain für GRAL
Zehentner Karin u. Isidor, Oberpiebing aus Saalfelden für MAMUT und LENDL
Esterbauer Hermann, Oberklamm aus St. Veit für MALTESER
Schiefer Petra u. Michael, Holzmanngut aus Flachau für MARATHON
Haym Andreas, Untersulzberg aus Radstadt für RAGER
Huber Gabriele, Brandstätt aus Radstadt für GERLACH
Laubichler Franz, Thurnhof aus Flachau für MORAN
Rainer Maria u. Hermann, Vorderfromm aus Werfenweng für RAUSCH
Dr. Porsche Wolfgang, Schüttgut aus Zell am See für MALSARA und RUSTY
Hochfilzer Matthäus, Ginsberg aus Going a.W.K. für LORIOT
Edenhauer Josef, Innergrub aus Fieberbrunn für JANKO
Im Anschluss an den theoretischen Teil im GH Schörhof standen noch zwei Betriebsbesichtigungen auf dem Programm.
Innerhofer Josef, Roanerbauer aus Saalfelden stellte seinen Betrieb gekonnt vor und verwies auf seine Betriebsphilosophie mit biologischer Wirtschaftsweise und Low-Input-Produktion. Weiters besuchten die Teilnehmer die Pinzgauer-Herde von Auer Günter, Mussbachbauer in Saalfelden. Diese wird fast ausschließlich mit eigenem Grundfutter und nur wenig zugekauften Kraftfutter gefüttert und erzielt eine Milchleistung von ca. 6000l.
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