Schüler im Stall

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Schule trifft Bauernhof in Nußbach, Oberösterreich

Unter dem Motto „Schule trifft Bauernhof“ haben die Nußbacher Bäuerinnen Kindern einen praxisnahen Einblick in die Landwirtschaft ermöglicht.

Von Milchvieh- über Hühner- und Schweinebetriebe bis zum Erdäpfelfest erlebten die Kinder, wie Lebensmittel entstehen und wie Landwirtschaft funktioniert. „Wir Bäuerinnen möchten den Konsumenten von morgen – unseren Kindern – die Landwirtschaft wieder näherzubringen und verloren gegangenes Wissen aufleben zu lassen“, betont Ortsbäuerin Bettina Limberger.

Dafür öffneten die Landwirtinnen ihre Betriebe und luden die Volksschulkinder zu Lernprogrammen direkt am Bauernhof ein. Jede Schulstufe erhielt dabei ein eigenes Schwerpunktthema, das an den Unterricht anknüpfte und praxisnah vermittelt wurde.

Schüler entdecken Betriebe

Die Erstklässler besuchten einen Milchviehbetrieb. Dort erlebten sie, wie Kühe gefüttert werden, und durften selbst mithelfen. Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Butterschütteln. Die frisch hergestellte Butter wurde anschließend mit selbstgebackenem Brot verkostet – ein anschauliches Beispiel dafür, wie aus Milch ein wertvolles Lebensmittel entsteht.

Für die zweiten Klassen stand das Huhn im Mittelpunkt. Am Legehennenbetrieb besichtigten die Kinder den Stall, konnten den Tieren nahekommen und erfuhren, wie Eier sortiert und für den Verkauf vorbereitet werden. Zum Abschluss stärkten sie sich mit einer Jause, bei der frische Eier natürlich nicht fehlen durften.

Die dritten Klassen beschäftigten sich mit Ackerbau und Tierhaltung. Neben einer Führung über die Felder lernten sie verschiedene Kulturpflanzen kennen und erfuhren, welche Maschinen eingesetzt werden und warum organischer Dünger so wichtig ist. Besonders eindrucksvoll war der Besuch bei den Mastschweinen. Mit einem Futterspielball wurde den Kindern gezeigt, wie neugierig und verspielt die Tiere sind und dass es im Stall auch Beschäftigungsmöglichkeiten gibt.

Die vierten Klassen setzten sich mit Energie aus der Landwirtschaft auseinander. Am Beispiel der Hackschnitzelheizung wurde erklärt, wie Landwirte durch nachhaltige Forstwirtschaft zur Nahwärmeversorgung beitragen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass damit nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Betriebe beheizt werden können.

Erdäpfelfest als Schuljahresabschluss

Zum Schulschluss organisierten die Bäuerinnen ein Erdäpfelfest für alle Kinder des Ortes. Gemeinsam wurden Erdäpfel geerntet – maschinell und händisch –, und beim kreativen Erdäpfeldruck konnten die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nach einem Besuch bei den Hoftieren wurden die Erdäpfel schließlich zu knusprigen Wedges verarbeitet, die sich alle schmecken ließen.

„Ein rundum buntes und lehrreiches Jahr durften wir für die Kinder in unserem Ort gestalten. Und nach all der positiven Resonanz möchten wir auch im neuen Schuljahr wieder voll durchstarten“, resümiert Ortsbäuerin Bettina Limberger.

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