Bei der Gala der Prämierungen in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich wurde der 19. Jungmost-Jahrgang vorgestellt. Damit startet die Saison für den ersten Most 2025 aus oberösterreichischer Produktion.
Elf Betriebe mit staatlicher Prüfnummer
Heuer erhielten elf Mostproduzentinnen und -produzenten eine staatliche Prüfnummer für insgesamt elf Jungmoste. „Gleich wie beim Wein gibt die Obstweinverordnung seit 2014 den Konsumenten die Sicherheit, kontrollierte und stabile Qualität genießen zu können. Diese Qualität ist am Gütesiegel sowie der Prüfnummer am Etikett zu erkennen“, so Ferstl.
Die ausgezeichneten Betriebe 2025 sind:
Köglerhof: Elisabeth und Klaus Bauernfeind, Gramastetten
Deisinger Hof: Tanja und Josef Deisinger, Katsdorf
Mostkellerei Fischer: Familie Fischer, Kopfing
Most Schurl Genusshof: Christoph und Magdalena Kreuzer, Neukirchen an der Vöckla
Die Hofkellerei Lackner: Familie Lackner, Walding
Humer z´Reith: Ursula und Manuel Mistlbacher („Humer z’Reith“), Leonding
Obstgut St. Isidor, Leonding
Kronbergerhof: Familie Roithmeier, Scharten
Mostschänke Rohrhuber: Familie Rohrhuber, Wilhering
Schobers Naturprodukte: Wolfgang Schober & Maria Hopfner, Naarn
Zöchlinger Most: Familie Zöchlinger, Waldhausen
Die Qualität des Pressobstes sei heuer ausgezeichnet: „Ein durch den warmen Sommer harmonisches Obstjahr mit ausreichend Niederschlägen und kühlen Nächten im Spätsommer lässt uns einen frisch-fruchtigen Jahrgang erwarten“, erklärt Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ.
Das Obstjahr 2025 bringt jedoch einen mengenmäßig eingeschränkten Jahrgang. Die Apfelernte liegt im langjährigen Durchschnitt, allerdings mit kleineren Früchten und regional schwankenden Mengen. Bei den Mostbirnen zeigt die natürliche Schwankung des Fruchtertrages deutliche Auswirkungen: Die Erntemenge beträgt nur rund 30 Prozent des üblichen Niveaus. Trotz geringerer Verfügbarkeit konnte sauberes, gesundes Obst eingebracht werden.
Der prämierte Jungmost ist seit 11. November direkt ab Hof sowie in den Buschenschänken der Betriebe erhältlich.
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Staatlich geprüft
Die Qualitätsprüfung erfolgt an der HBLA und dem Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg. „Dank der Qualitätsoffensive der Mostproduzentinnen und -produzenten ist es gelungen, den Qualitätsmost als Aushängeschild der oberösterreichischen Mostkultur zu etablieren“, betont Professor Manfred Gössinger. Die staatliche Prüfnummer sei „die beste Basis für innovative Mostproduzenten“.
Kennzeichen eines Qualitätsmostes:
Qualitätsgütesiegel am Flaschenverschluss
staatliche Prüfnummer am Etikett (z. B. OK 100/25)
kleinere geografische Herkunftsangabe als das Bundesland
Sorgfältige Verarbeitung
Wie moderner Qualitätsmost entsteht, erläutert Johann Steiner von der Landwirtschaftskammer OÖ: „Bei der Herstellung von Qualitätsmost steht die Auswahl des Rohstoffes an erster Stelle. Nur vollreife, gesunde Früchte kommen dafür in Frage. Diese werden meist von Hand geerntet, schadhafte Früchte werden ausgeschieden.“ Nach Reinigung, Sortierung, Vermahlen und Pressen wird der Saft mit Enzymen zur Klärung versetzt und auf Zucker und Säure geprüft. Ein idealer Säuregehalt liege zwischen sechs und neun Promille.
Nach dem Absetzen der Trubstoffe wird der klare Saft vergoren und reift anschließend im Tank. Nach Filtration wird der Most abgefüllt – nur echt in der originalen OÖ-Jungmostflasche mit dem Adler am Verschluss.
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