Laut BVS gehören Brände, die in Zusammenhang mit dem Heizen verursacht werden, zu einer der häufigsten Brandursachen. „In Oberösterreich entstehen jährlich rund 1.100 Brände mit Schäden ab 2.000 Euro – etwa jeder zehnte ist auf das Heizen zurückzuführen", betont BVS-Sprecher Günther Schwabegger. "In Österreich stirbt jeder zehnte Brandtote im Zusammenhang mit Feuerstätten.“
Viele dieser Brände ließen sich vermeiden. Sicherheit beginne dabei bereits bei der Planung. Öfen, Rauchrohre und Kamine müssen exakt abgestimmt sein. Einbau und Anschluss dürfen nur durch Fachkräfte erfolgen, mit Freigabe des Rauchfangkehrers. Eigenbauten erhöhen das Risiko für Rauchgasaustritt und Brände erheblich. „Nur ein Fachmann kann beurteilen, ob der Anschluss technisch sicher ist“, so Schwabegger.
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Richtiger Betrieb im Alltag
Für den sicheren Betrieb braucht jede Feuerstätte ausreichende Zuluft und eine funktionierende Abgasführung. „Früher war Zuluft dank undichter Fenster weniger Problem. Heute ist besonders nach Sanierungen die Abklärung mit Experten nötig“, erklärt Schwabegger. Besonders in gut gedämmten Gebäuden mit Lüftungsanlagen sei das wichtig.
Lebensgefährlich ist der Betrieb von Gas- oder Holzkohlegrills, Heizstrahlern oder Notstromaggregaten in Innenräumen. Kohlenmonoxid könne sich unbemerkt ansammeln. Da Kohlenmonoxid farb- und geruchlos ist, bleibt es vom Menschen unbemerkt. Das giftige Gas verhindert den Sauerstofftransport im Blut und kann innerhalb kürzester Zeit zu schweren gesundheitlichen Schäden, Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen. „Bei solchen Symptomen denkt man nicht sofort an die Heizung als Problem", warnt Schwabegger.
Trockenes Brennholz reduziert Rauchentwicklung und Gesundheitsbelastung. Asche soll nur in verschließbaren Metalleimern entsorgt werden. „Wir haben oft den Fall, dass die Asche in Plastikkübeln oder im Hausmüll entsorgt wird", erzählt Schwabegger. „Glutreste können aber nach 72 Stunden noch vorhanden sein." CO- und Rauchwarnmelder erhöhen die Sicherheit erheblich. Empfohlen werden Modelle mit „Q“-Siegel und 10-Jahres-Batterie.
Sicher heizen: Die wichtigsten Regeln
Fachgerechter Einbau: Öfen, Kamine und Rauchrohre nur durch qualifizierte Fachkräfte installieren und prüfen lassen.
Regelmäßige Wartung: Kontrolle, Reinigung und Pflege sichern den sicheren Betrieb.
Geeigneter Brennstoff: Trockenes Holz verwenden, kleine Mengen sicher lagern, niemals auf Fluchtwegen.
Asche sicher entsorgen: Nur in verschließbaren Metallbehältern nach vollständigem Auskühlen.
Ausreichende Luftzufuhr: Besonders in modernen Gebäuden professionelle Abklärung nötig.
Warnmelder installieren: Rauch- und CO-Melder mit „Q“-Siegel und 10-Jahres-Batterie verwenden.
Gefahren vermeiden: Keine Gas- oder Holzkohlegeräte in Innenräumen betreiben; auf offene Flammen achten.
Risiko vor allem für ältere Personen groß
Für ältere Menschen steigt das Risiko durch nachlassende Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. „Im Alter wird es schwieriger die Gefahren rechtzeitig zu erkennen“, sagt OÖ Seniorenbund-Obmann Josef Pühringer. Dazu gehöre auch ein sicherer Umgang mit Heizgeräten. Viele Wohnungsbrände seien darauf zurückzuführen, dass Gefahrenquellen übersehen oder Geräte vergessen würden.
Der OÖ Seniorenbund setzt auf Aufklärung in Kooperation mit der BVS. „Nicht alle leben in modernen Wohnungen mit neuen Heizsystemen. Umso wichtiger ist eine sachgemäße Handhabung regelmäßige Kontrollen beim Heizen“, betont Pühringer. Ziel sei es, ältere Menschen frühzeitig über Risiken zu informieren und präventive Maßnahmen zu fördern.
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