Die Furchen sind gezogen – die besten Pflüger Oberösterreichs stehen fest. Das Team der Landjugend Bezirk Wels-Land brilliert in den Kategorien „Beetpflug“ und „Drehpflug spezial“. In der Kategorie „Drehpflug standard“ gewann ein Mühlviertler.
„Hausherr“ gewann Kategorie Beetpflug
Matthias Stiglhuber von der Landjugend Thalheim ging als Sieger in der Klasse Beetpflug hervor. Er konnte dabei seinen Heimvorteil perfekt nutzen, fand das Landespflügen doch am landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern statt.
Auf den zweiten Platz kämpfte sich der Braunauer Andreas Eder von der Landjugend Han-denberg, der ebenfalls schon einige Jahre auf Landes- und Bundesebene mitpflügt.
Platz drei ging an Niklas Gadermayr von der Landjugend Dorf an der Pram.
Den Titel „bester Newcomer“ holte sich der 17-jährige Julius Neudecker von der Landjugend Thalheim bei den Beetpflügern.
Bernhard Keferböck aus Sipbachzell, der sich vergangene Woche beim Bundesentscheid für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert hat, pflügte beim Landesentscheid außer Wertung mit.
„Drehpflug-Spezialist“ Weinbergmair
Seine vielfältigen Pflügerqualitäten stellte Alfred Weinbergmair von der Landjugend Sipbachzell unter Beweis. Während er zuletzt auf Bundesebene noch mit einem standard Drehpflug ackerte, ging er dieses Mal in der Spezial-Klasse an den Start und holte sich dort den ersten Platz. Dahinter landete Michael Helminger von der Landjugend Handenberg. Ihn trennten nur unglaubliche 0,42 Punkte vom drittplatzierten Gramastettner Thomas Reisinger.
Der frisch gekürte Bundessieger Sebastian Deixler-Wimmer von der Landjugend Sattledt nahm ebenfalls außer Wertung teil.
Brandstätter siegte bei standard Drehpflügen
Jonas Brandstätter von der Landjugend Alberndorf nahm heuer erst das dritte Mal auf Landesebene teil und konnte dort das Rennen für sich entscheiden. Er gewann vor Alexander Hundstorfer von der Landjugend Sattledt und Markus Derflinger von der Landjugend Sierning-Schiedlberg.
Bester Newcomer in der Kategorie „Drehpflug“ wurde Florian Kalchmayr von der Landjugend Schlierbach.
Wochenlanges Training und höchste Präzision
Das Leistungspflügen gibt es nun seit mehr als 70 Jahren und gilt als einer der anspruchsvollsten Landjugend-Bewerbe. Für die Arbeit mit Pflug und Traktor ist ein hohes Maß an technischem Verständnis erforderlich. Damit das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine aber auch am Feld funktioniert, verbringen die Teilnehmer unzählige Stunden in der Werkstatt. Beim Training am Acker wird auf gleichmäßige und möglichst geradlinige Furchen, eine saubere Furchenausräumung und eine gute Krümelung des Bodens geachtet. Zusätzlich wird die Flexibilität der Pflüger laufend auf die Probe gestellt – jeder Acker ist anders und so müssen auch die Einstellungen an Pflug und Traktor angepasst werden.
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