Mit einem Veterinärbudget von 12,3 Millionen Euro für 2026 setzt Oberösterreich erneut klare Akzente in Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit. Das Agrarressort investiert damit gezielt in hohe Standards in der Tierhaltung, eine wirksame Seuchenprävention sowie verlässliche Kontrollen entlang der gesamten Lebensmittelkette.
„Gesunde Tiere sind die Grundlage für sichere Lebensmittel und eine nachhaltige Landwirtschaft“, betont Agrar- und Ernährungs-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Mit dem Veterinärbudget 2026 werde „ein weiterer starker Impuls für artgerechte Tierhaltung und verlässliche Standards in der Lebensmittelsicherheit“ gesetzt – diesen Mehrwert könnten „nur heimische Produkte liefern“.
Als Tierhaltungsbundesland Nr. 1 setzt Oberösterreich klare Prioritäten: 80 Prozent der Mittel fließen in Fleischuntersuchungen aus bäuerlicher Tierhaltung. Diese sichern nicht nur die Qualität der Produkte, sondern stärken auch das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten sowie die regionale Wertschöpfung. „Das stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft und somit den Standort Oberösterreich und schafft Sicherheit. Auf heimische Qualität können sich die Konsumenten verlassen“, so Langer-Weninger.
Hoher Tiergesundheitsstatus als Exportbasis
Neben der Seuchenvorsorge arbeiten die Amtstierärzte in zahlreichen Überwachungsprogrammen daran, Tierkrankheiten bei Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen und Geflügel auszuschließen. Damit wird der sehr hohe Tiergesundheitsstatus erhalten, der die Grundlage für den Export tierischer Lebensmittel und lebender Tiere darstellt.
Circa 12 Prozent des Budgets entfallen auf den Tiergesundheitsdienst, der mit Beratung, Vorsorge sowie spezialisierten Labor- und Untersuchungsleistungen zur nachhaltigen Absicherung der Tiergesundheit beiträgt. So betreibt der Tiergesundheitsdienst in Ried im Innkreis ein auf Nutztiere spezialisiertes Labor, um Tierärztinnen und Tierärzte in der Diagnostik professionell zu unterstützen. An der TKV in Regau können verendete Nutztiere pathologisch untersucht und bei Bedarf Proben zur weiteren Analyse entnommen werden. Dadurch werden „gezielte Therapie oder Management-Verbesserungen im Herkunftsbestand ermöglicht“.
Schwerpunkt Afrikanische Schweinepest
Ein besonderer Fokus liegt auf der Prävention der Afrikanischen Schweinepest (ASP). „Oberösterreich setzt im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest auf ein breit angelegtes Bündel an Präventionsmaßnahmen“, erklärt die Agrar-Landesrätin. Ziel sei es, „ein mögliches Seuchengeschehen frühzeitig zu erkennen, rasch zu reagieren und das Risiko für die Tierhaltung so gering wie möglich zu halten“. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem ASP-Suchhunde, Grenzzaunübungen sowie Drohnen mit Wärmebildkameras zur raschen Kadaversuche.
Entlastung der Amtstierärzte
Um dem Tierärztemangel in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung entgegenzuwirken, setzt das Land Oberösterreich verstärkt auf Digitalisierungsmaßnahmen sowie auf zusätzliche amtliche Fachassistenten. Diese unterstützen bereits erfolgreich die Durchführung der Schlachttier- und Fleischuntersuchung und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der amtlichen Kontrollen. Zusätzlich stärkt das Land mit Praktikumsplätzen für Studierende der Veterinärmedizin gezielt den amtstierärztlichen Nachwuchs und macht die Vielfalt dieses Berufsfeldes früh erlebbar.
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