Wenn sich etliche Landwirte im Berliner Zoo Palast versammeln, dann findet wieder die Nacht der Landwirtschaft statt. Bei dieser wurde dieses Jahr zum 12. Mal der Ceres Award verliehen- einer der führenden Auszeichnungen in der Landwirtschaft. Aus den 200 Bewerbungen kamen auch zahlreiche aus Österreich. Zwei davon zählen zu den Preisträgern: Der Kärntner Schweinehalter Michael Skuk und der Geflügelhalter Michael Sturl aus Niederösterreich.
Klimafreundliche Hähnchenhaltung
Mit seinem Engagement für Tierwohl und Klimaschutz hat Michael Sturl die Jury überzeugt. Der Quereinsteiger setzt in seiner Hähnchenmast auf modernste Technik und hohe Tierhaltungsstandards. Gemeinsam mit seiner Familie mästet er rund 52.000 Hähnchen, unter anderem in einem besonders tierfreundlichen Stall mit Außenklimabereich und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Luzerneballen. Energieeffizienz spielt am Betrieb eine zentrale Rolle: Eine Biomasseheizung, Flachrost-Trocknungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik, Stromspeicher und ein E-Fuhrpark machen den Hof zunehmend energieautark. Mit dieser Kombination aus Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gilt der Betrieb des 43-Jährigen als Vorzeigebeispiel einer klimafreundlichen Geflügelhaltung.
Copyright © dlv/ Timo Jaworr
Der Geflügelhalter des Jahres 2025 ist Michael Sturl aus Niederösterreich.
Schweineleasing als Erfolgsmodell
Auch Michael Skuk aus Neuhaus in Kärnten konnte die Jury überzeugen und zwar mit einem innovativen Konzept für Schweinehaltung und Vermarktung. Seit 2024 führt der 27-Jährige den Familienbetrieb, auf dem rund 25 Sauen und 200 Mastschweine gehalten werden. Auf 13 Hektar kombiniert er traditionelle Landwirtschaft mit neuen Ideen. Das Herzstück seines Hofes ist ein moderner Sauenstall in Holzbauweise, der höchste Tierwohlstandards erfüllt. Neben dem Label „Fair zum Tier“ setzt Skuk auf Direktvermarktung über den eigenen, EU-zertifizierten Schlachtraum. Besonders kreativ ist sein Schweineleasing-Modell, das Kundinnen und Kunden eine enge Bindung zum Betrieb ermöglicht. Parallel zum Ausbau des Hofes absolvierte Skuk ein Studium zum Agrarpädagogen. Mittlerweile bildet er selbst angehende Landwirtinnen und Landwirte aus und gibt sein Wissen weiter.
Copyright © dlv/ Timo Jaworr
Der Schweinehalter des Jahres 2025 ist Michael Skuk aus Kärnten.
Weitere Nominierte aus Österreich
Die Niederösterreicherin Lisa Zanker aus Bruck an der Leitha und der Steirer David Kirchsteiger aus Vorau waren in der Kategorie Junglandwirt nominiert. In der Kategorie Ackerbauer waren es die Niederösterreicher Johann und Herbert Zetner aus Auersthal. Insgesamt gibt es sieben Kategorien (Unternehmerin, Energielandwirt, Junglandwirt, Ackerbauer, Geflügel-, Rinder- und Schweinehalter) und die jeweiligen Sieger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Aus dem Kreis dieser sieben Ausgezeichneten wird außerdem der Gesamtsieger des Ceres Awars ermittelt: die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres 2025 mit einem Preisgeld von 20.000 Euro.
Die sieben Kategoriensieger des Ceres Award 2025 im Überblick:
Max Klockemann aus Niedersachsen (Kategorie Ackerbau)
Walter Moosmair aus Südtirol (Kategorie Energielandwirt)
Michael Sturl aus Österreich (Kategorie Geflügelhalter)
Daniel Dorfmeister aus Bayern (Kategorie Junglandwirt)
Stefan Fuchte aus Nordrhein-Westfalen (Kategorie Rinderhalter)
Michael Skuk aus Österreich (Kategorie Schweinehalter)
Sylke Herse aus Niedersachsen (Kategorie Unternehmerin und Landwirtin des Jahres)
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))