Schlachthälften von Schweinen hängen in einem hellen Kühlhaus

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Schweinemarkt KW 27/'26: Märkte weiter unter Druck

Die Schlachtschweinemärkte stehen in vielen europäischen Ländern weiter unter Druck. Obwohl das Angebot an Schlachtschweinen durch die Hitze sogar noch abgenommen hat, belastet der stockende Fleischmarkt die Geschäfte. Südeuropa dürfte in den kommenden Wochen zwar von der Urlaubszeit profitieren, der innereuropäische Konkurrenzkampf stellt die Marktteilnehmer aber auch dort vor Probleme.

Deutschland - Der deutsche Schlachtschweinemarkt steht weiterhin unter Druck. Die schwierigen Fleischgeschäfte belasten den Handel, die beginnenden Sommerferien werden den Bedarf weiter begrenzen. Entsprechend haben die Schlachtunternehmen deutliche Preisrückgänge gefordert. Gleichzeitig hat das Angebot an Schweinen aufgrund der Temperaturen aber etwas abgenommen und auch die Gewichte sind deutlich gefallen.

In Italien steigt die Hoffnung auf Impulse durch die beginnende Urlaubssaison. Eine leichte Belebung der Fleischnachfrage ist zu erkennen, bislang bleibt diese aber hinter den Erwartungen zurück. Zudem stellen die kostengünstigen Fleischimporte, nicht zuletzt aus Deutschland, eine große Konkurrenz für heimische Ware dar.

In Spanien gehen der Lebendmarkt und der Fleischmarkt immer weiter auseinander. Das Angebot an Schlachttieren ist klein, die Schlachtgewichte sinken weiter. Die Schlachtunternehmen schlachten, aufgrund des geringen Angebotes, nur noch 4 Tage in der Woche. Entsprechend fordern die Mäster steigende Preise. Andererseits bleibt der Fleischmarkt extrem schwierig. Trotz der geringen Mengen übertrifft das Angebot die Nachfrage, die Vermarktung innerhalb der EU ist kaum kostendeckend. Entsprechend werden kurz- bis mittelfristig weitere Abschläge erwartet.

Mit leicht festeren Preisen für Schlachtschweine stellt Frankreich aktuell eine Ausnahme innerhalb Europas dar. Dabei fällt das Angebot klein aus und nahm zuletzt Woche für Woche weiter ab. Gleichzeitig läuft aber auch der Fleischmarkt stetig, die geringere Abhängigkeit vom Export macht sich bemerkbar.

Ö Markt: Angebot und Nachfrage pendeln zurück

Die Hitze hilft und schadet zugleich die Schweinebranche, da einerseits das Wachstum der Schweine doch deutlich verlangsamt ist und damit das Lebendangebot um fast 10% zurück pendelt. Andererseits ist auch beim Verbrauch der Konsumenten die Hitze spürbar und verringert dadurch die Nachfrage. Neben dem Angebotsrückgang sind auch die durchschnittlichen Schlachtgewichte in kürzester Zeit um ca. 3 kg gesunken. Also eine Extremsituation, in der die Branche momentan steckt und die für Alle nicht ganz einfach ist. Es bleibt zu hoffen, dass das billige Gefrierfleisch aus dem Ausland zu Beginn dieses Jahres auch bald zur Neige geht und damit die Märkte wieder stärker aus der frischen Ware bedient werden müssen. Der Preisdruck bleibt aber leider weiter aufrecht.

Mastschweine-Basispreis: EUR 1,52 (+/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,84 (+/- 0,00)

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