Landjugend Österreich stellt Jahresschwerpunkt vor: MehrWert Land

Beim Neujahrsauftakt im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft präsentierte die Landjugend Österreich ihr neues Jahresschwerpunktthema „MehrWert Land“ und setzt damit 2026 ein starkes Zeichen für Regionalität, Wertschätzung und Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum.

Neujahrsempfang der Landjugend Österreich

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Mehr Wert für die Landwirtschaft, mehr Wert für das Leben am Land und mehr Wert für junge Menschen, die Verantwortung übernehmen: Unter dem Motto „MehrWert Land“ stellten die Bundesleiterin der Landjugend Österreich, Valentina Gutkas, und der Bundesleiter, Markus Buchebner, das Jahresschwerpunktthema für 2026 vor. Damit läuteten sie ein inhaltlich starkes und zukunftsorientiertes Jahr ein.
Bundesminister Norbert Totschnig bedankt sich bei Landjugend für ihren Einsatz: „Mit ihren rund 100.000 Mitgliedern leistet die Landjugend in allen Bundesländern einen unverzichtbaren Beitrag für Brauchtumspflege, Ehrenamt, Teamgeist und Wissensvermittlung. Sie gibt jungen Menschen Rückhalt, Perspektiven und die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Mein Dank gilt allen engagierten Landjugendlichen für ihren Einsatz. Sie sind ein wesentlicher Motor für den ländlichen Raum und die Zukunft unserer Regionen!“
Mit „MehrWert Land“ reagiert die Landjugend auf aktuelle Herausforderungen im ländlichen Raum. Wertschätzung für regionale Lebensmittel, faire Rahmenbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft, Planungssicherheit und gesellschaftliche Anerkennung stehen dabei im Fokus. Ziel ist es, den Wert von Landwirtschaft im Zusammenspiel mit dem ländlichen Leben wieder stärker sichtbar zu machen – nicht nur über Preise, sondern über Herkunft, Qualität und Verantwortung von jeder Bürgerin und jedem Bürger.



Herkunft sichtbar machen – Regionen stärken

Ein zentraler Bestandteil des Schwerpunkts ist die Bewusstseinsbildung rund um regionale Lebensmittel und eine klare europaweite Herkunftskennzeichnung. Nur wer weiß, woher Lebensmittel kommen, kann bewusste Kaufentscheidungen treffen und damit regionale Wertschöpfung sowie junge Landwirtinnen und Landwirte unterstützen. Die Landjugend fordert daher eine verpflichtende, transparente Herkunftskennzeichnung auf europäischer Ebene, um Konsumentinnen und Konsumenten echte Orientierung zu bieten und für die Landwirtschaft langfristige Perspektiven zu sichern.


Drei Initiativen für mehr Wertschätzung

Um den Jahresschwerpunkt mit Leben zu füllen, setzt die Landjugend Österreich auf einen klaren 3-Punkte-Plan. 

MehrWert Landjugend: Mit der Kühlschrank-Challenge auf Social Media wird sichtbar gemacht, wie regional eingekauft wird und wie bewusste Kaufentscheidungen im Alltag aussehen können. Die Landjugend will hier Vorbild für viele sein. 

MehrWert Landleben: Mit dem Aufstellen von Landschaftsfotorahmen im Zuge der eigenen Projektmarke Tat.Ort Jugend machen Landjugendgruppen den Mehrwert der heimischen Kulturlandschaft in den Regionen sichtbar und zeigen auf, welchen wertvollen Beitrag die Land- und Forstwirtschaft zum Erhalt und Pflege dabei leistet. 

MehrWert Landwirtschaft: Es sollen Zukunftsperspektiven für junge Landwirtinnen und Landwirte geschaffen werden. Die Landjugend Österreich widmet sich dem Thema Herkunftskennzeichnung und führt hierfür impulsgebende Initiativen für junge Betriebsführerinnen und Betriebsführer durch. Ziel ist es, neue Ideen für Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette aufzuzeigen, die zu einem guten Auskommen der landwirtschaftlichen Betriebe beitragen und die Wertschätzung der Arbeit von Bäuerinnen und Bauern stärken.


Landjugend - der Motor in den Regionen

„MehrWert Land“ versteht die Landjugend nicht als Schlagwort, sondern als Arbeitsauftrag für alle Ebenen der Organisation – von den Ortsgruppen bis zur Bundesebene. Mit über 100.000 Mitgliedern in mehr als 60 Prozent der Gemeinden Österreichs will die Landjugend 2026 aktiv dazu beitragen, dem ländlichen Raum neuen Schwung zu geben und die eigene Zukunft aktiv mitzugestalten