Die Dürre der vergangenen Monate hat in der Landwirtschaft Spuren hinterlassen. Der Regen zur Monatsmitte kam bei einigen Kulturen zu spät und dort wo er für Schadensbegrenzung sorgte, verpufft derzeit mit jedem Hitzetag der Effekt. Dass es im Landwirtschaftsministerium und Minister Norbert Totschnig vor diesem Hintergrund gelungen ist, binnen kürzester Zeit der Forderung der Interessensvertretung nach einer Öffnung der Biodiversitätsflächen für eine verfrühte Schnittnutzung nachzukommen, ist erfreulich. Für Unkenrufe mag da und dort sorgen, dass damit ein Verzicht auf die UBB- beziehungsweise BIO-Prämie der jeweiligen Fläche einhergeht. Dem ist entgegenzuhalten, dass es sich um eine betriebsindividuelle Option handelt. Es steht also jedem Bauern und jeder Bäuerin frei, wie er nun vorgeht und ob er die notwendige Korrekturmeldung im Mehrfachantrag durchführt. Für die Grünland-Biodiversitätsflächen bestehen mehrere Optionen, am Acker fällt die Wahl leichter.
Die Entscheidung ob dafür oder dagegen will wohlüberlegt sein. Sowohl der betriebswirtschaftliche Aspekt als auch die pflanzenbauliche Perspektive gilt es zu bedenken. Ist die Futterqualität der DIV-Flächen ausreichend oder ist durch die Dürre Verunkrautung ein Thema? Wiegt der Ertrag den Verzicht auf die Prämie auf, oder ist man mit Futterzukauf besser beraten? Sind die benötigten Futtermittel in ausreichender Qualität und zu vertretbaren Preisen regional verfügbar? Bei der Klärung all dieser Fragen gilt es in den kommenden Tagen einen kühlen Kopf zu bewahren, trotz heißer Temperaturen.
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(png):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))