Mann mit Taschenlampe am Stromkasten

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Deutz übernimmt Hersteller von Notstromanlagen

Der weltweit führende Hersteller von Antriebssystemen hat nach eigenen Angaben einen Vertrag über den Erwerb von 100 Prozent der Anteile an der Frerk Aggregatebau GmbH unterzeichnet.

Frerk mit sieben Standorten in Deutschland gilt als einer der führenden europäischen Anbieter für Notstromsysteme, die vor allem in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen. Dieser Markt profitiert vom rasanten Ausbau von KI-Anwendungen und der fortschreitenden Digitalisierung. Er wächst laut Deutz aktuell mit 15 bis 20 Prozent im Jahr.

Der zu zahlende Gesamtkaufpreis soll im oberen zweistelligen Mio.-Euro-Bereich liegen. Der Vollzug der Transaktion steht unter üblichen Vorbehalten, insbesondere der kartellrechtlichen Freigabe, und wird im Laufe des ersten Quartals 2026 erwartet. 

„Damit setzen wir unsere Strategie konsequent fort, Deutz breiter aufzustellen und unabhängiger vom zyklischen Geschäft mit Verbrennungsmotoren zu machen – mit einem klaren Fokus auf wachstumsstarke Märkte, in denen wir unsere Stärken und unser Know-how ausspielen können“, so Deutz-CEO Sebastian Schulte.

Bereits 2024 hat Deutz einen US-Hersteller von Stromgeneratoren, Blue Star Power System, erworben.  Durch die Übernahme von Frerk erwartet Deutz einen zusätzlichen Umsatz von rund 100 Mio. Euro. Darauf aufbauend soll der Umsatz im Energiebereich bis 2030 auf rund 500 Mio. Euro anwachsen.

Deutz hat zudem bekannt gegeben, zum 1. Januar 2026 eine neue Organisationsstruktur einzuführen. Neben einer schlankeren Konzernzentrale umfasst sie die eigenständigen Geschäftsbereiche Defense (Verteidigung), Energy (Energie), Engines (Motoren), NewTech (neue Technologien) und Service.