Laut der vorläufigen Klimabilanz der GeoSphere Austria gehört das nun endende Jahr zu den wahrscheinlich acht wärmsten der Messgeschichte. „Eventuell geht sich auch noch Platz sieben aus“, meint Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria. Im Vergleich zur Klimaperiode 1991 bis 2020 lagen die Temperaturen 2025 im Tiefland um durchschnittlich 0,8 Grad Celsius höher, in den Bergen betrug die Abweichung plus 1,3 Grad. Noch markanter ist der Vergleich mit früheren Referenzzeiträumen: Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 war es im Tiefland um 2,1 Grad wärmer, in den Bergen um 2,4 Grad. Verglichen mit der vorindustriellen Zeit (1850–1900) ergibt sich für das Tiefland ein Temperaturplus von 2,8 Grad.
Wärmeranglisten werden von jüngeren Jahren dominiert
Ein Blick auf die langfristigen Messreihen zeigt ein klares Muster: Unter den 25 wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen finden sich fast ausschließlich Jahre der jüngeren Vergangenheit. Besonders auffällig ist die Entwicklung in einzelnen Regionen: In Klagenfurt, Millstatt, Obergurgl und St. Andrä im Lavanttal war 2025 laut vorläufiger Auswertung das zweitwärmste Jahr der Messgeschichte, in Lienz und Obervellach das drittwärmste.
Fakten zum heurigen Wetter in Österreich
achtwärmstes Jahr im Tiefland seit Beginn der Messungen vor 258 Jahren
zweitwärmstes Jahr in den Bergen seit Start der Gebirgsmessreihe vor 175 Jahren
+0,8 °C im Tiefland gegenüber dem Klimamittel 1991–2020
+1,3 °C in den Bergen gegenüber dem Klimamittel 1991–2020
+2,8 °C wärmer als die vorindustrielle Zeit (1850–1900) im Tiefland
Unter den 25 wärmsten Jahren stammen fast alle aus den letzten Jahrzehnten
Zweit- bzw. drittwärmstes Jahr in mehreren Regionen (u. a. Klagenfurt, Lienz, Obergurgl)
13 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt (1991–2020)
Eines der 20 trockensten Jahre seit Beginn der Niederschlagsmessungen (1858)
Sonnenscheindauer nahezu durchschnittlich (+2 %)
Sehr trockenes Jahr, Sonne im Durchschnitt
Neben den hohen Temperaturen fiel 2025 auch durch geringe Niederschlagsmengen auf. Österreichweit lag der Jahresniederschlag um rund 13 Prozent unter dem Durchschnitt der Klimaperiode 1991 bis 2020. Damit zählt 2025 zu den 20 trockensten Jahren seit Beginn der Niederschlagsmessungen im Jahr 1858. Die Zahl der Sonnenstunden bewegte sich hingegen im Bereich des langjährigen Mittels und lag nur leicht darüber.
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