Wintertagung 2022: Darüber diskutiert die Agrarszene

„Zukunft dank Herkunft?“ ist das Generalthema der diesjährigen Wintertagung.

Schafft Herkunft tatsächlich auch einen Mehrwert am Markt? Diese Frage beantworten Podiumsteilnehmer und Vortragende bei der diesjährigen Wintertagung, die wie schon im Vorjahr online stattfinden wird. 

Die mehrtägige Fachvortragsreihe startet mit dem Agrarpolitik-Tag am 27. Jänner 2022 und endet mit dem Fachtag für Grünland- und Viehwirtschaft am 3. Februar 2022. Alle Vorträge und Diskussionen sind vormittags live über ein Online-Format zu verfolgen. Die Teilnehmer haben nach Anmeldung die Möglichkeit, in Echtzeit von Ihrem PC, Laptop oder Smartphone aus, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen. Der Fach-Teil am Nachmittag steht exklusiv in Form von Online-Videos in der Wintertagungs-Mediathek zur Verfügung. Die aufgezeichneten Videos können schon kurz vorher und auch nach der Wintertagung abgerufen werden.

Die Filetstücke der Fachtage

Agrarpolitik: Das Highlight am Politiktag ist die Teilnahme des neuen deutschen Agrarministers Cem Özdemir, wie bereits berichtet. Das Ökosoziale Forum konnte unter der Leitung von Präsident Stephan Pernkopf den einzigen grünen EU-Agrarminister, der sich selbst als „oberster Anwalt der Landwirtinnen und Landwirte“ und als „oberster Tierschützer“ von Deutschland bezeichnet, für die Tagung gewinnen. Neben ihm werden Elisabeth Köstinger, Gabriel Felbermayr, Sabine Weyand und Paul Sullivan sowie Urs Niggli, Marcel Haraszti und Josef Moosbrugger diskutieren. 

Landtechnik: Intensive Grünlandwirtschaft und Insekten schonen: wie das geht beantwortet Johannes Hintringer vom Maschinenring. Markus Gansberger nimmt Innovationen im Pflanzenbau unter die Lupe. 

Berg & Wirtschaft: In der Alpenrepublik ist der Wolf zum Dauerbrenner geworden. Roland Norer spricht über die Gefahren des Wolfes im bewirtschafteten Almgebiet, Wendelin Juen zeigt das Potenzial der mobilen Schlachtung für kleine Betriebe im Berggebiet auf. 

Kommunikation: Wie es die Regionalmedien mit Regionalität halten beschreibt Maria Jelenko-Benedikt. Dass der kulturell und politisch aufgeladene Begriff auch eine Vertrauensfalle sein kann, darüber berichtet Michaela Hebein. Auch Hannes Royer reiht sich in die Riege der agrarischen Kommunikatoren. 

Ackerbau: Über die Potenziale von Eiweißpflanzen und Innovationen vom Feld diskutieren unter anderem Thomas Resl, Gerhard Zinner von Waldland und „ÖsterReis“-Gründer Gregor Neumeyer. 

Gemüse-, Obst- und Gartenbau: Josefine Sinkovits vom Bundesamt für Ernährungssicherheit und Carlos Steidl vom Online-Händler „gurkerl.at“ sprechen über Marktpotenziale im In- und Ausland. 

Geflügel: Über die Exit-Strategie beim Kükentöten diskutieren Eva Rosenberg von Vier Pfoten, EU-Parlamentarierin Simone Schmiedtbauer und Markus Lukas von der Österreichischen Geflügelwirtschaft.

Weinwirtschaft: Haben Piwi-Weine, also pilzwiderstandsfähige Rebsorten, bei uns Zukunft? Diese Frage beantworten neben Johannes Schmuckenschlager auch Wolfgang Renners und Ruth Fleuchaus. 

Bildung: Bleiben hybride Unterrichts- und Beratungsformen auch nach der Corona-Pandemie bestehen? BOKU-Rektor Hubert Hasenauer, Elfriede Berger und Maria Ladinig erörtern diese Zukunftsfrage der Bildung. 

Schwein: Im vergangenen Jahr hat sich in dieser Branche sehr viel getan. Wilhelm Windisch, Claus Deblitz und Johann Schlederer sprechen über das Ende der Resignation der Schweinehalter und neue Modelle für eine gesellschaftlich akzeptierte Form der Schweinemast. 

Grünland & Viehwirtschaft: Mit Michaela Kaniber konnte Hans Mayrhofer, der Geschäftsführer des Ökosozialen Forum, eine weitere politische Spitzenvertreterin aus dem benachbarten Bayern nach Wien holen. Sie wird mit Georg Strasser, Erich Szuchy, Stefan Lindner und Johannes Fankhauser über die künftige GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) und die Haltungskennzeichnung für Rinder diskutieren. 

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Online-Teilnahmegebühr je Fachtag inkl. Zugriff auf Wintertagungs-Mediathek ohne Betriebsnummer (LFBISNR) kostet 40 Euro; mit Betriebsnummer (LFBISNR) 20 EUR; Schüler/Student/Landjugend zahlen 10 Euro.
www.wintertagung.at

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AUTORMartina Rieberer
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