Gegenüber der Tageszeitung „Berlingske“ erklärte Valeur, dass insbesondere Fleisch von Kalb und Rind in Zukunft „Luxusprodukte wie Champagner“ sein dürften. Der Grund dafür liegt laut dem Fleisch-Manager in der zunehmenden gesellschaftlichen Forderung nach mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft, die nach seiner Einschätzung etwa in Dänemark absehbar in eine „Lizenz zum Produzieren“ münden wird. Dies bedeute, dass die Haltung von Nutztieren nur dann akzeptiert werde, wenn damit eine deutliche Reduktion der sektoralen Treibhausgasemissionen verbunden sei.
Während Valeur die Schweinehaltung in diesem Punkt auf einem guten Weg sieht, ist er skeptisch, was die Möglichkeiten zur Senkung der Emissionen in der Rinderhaltung angeht. Rindfleisch werde „auch in Zukunft nicht
super klima-freundlich sein“, stellte der Firmenchef klar. Dennoch werde es weiterhin eine Fleisch- und Milchproduktion geben. Diese werde allerdings mehr noch als heute auf der Weidehaltung fußen und zum Erhalt beziehungsweise der Schaffung von Biodiversität beitragen müssen, so der Konzernchef.
Damit verbunden wäre zwangsläufig eine deutliche Einschränkung der Produktionsmengen und damit auch erwartbar deutlich höhere Preise für Rindfleisch, führte Valeur aus. Fleisch vom Rind werde daher in Zukunft voraussichtlich wesentlich seltener auf den Tisch kommen als heute und besonderen Gelegenheiten vorbehalten bleiben.

Aus für Schweinefleisch mit Klimasiegel
Nur gut ein Jahr nach der Einführung ist das„Klimakontrollierte Schweinefleisch“ von Danish Crown (DC) wieder aus den Regalen dänischer Handelsketten verschwunden. Mittlerweile hätten auch die letzten Supermärkte im Land angekündigt, kein Fleisch mehr von Danish Crown mit dem Siegel „Klimakontrollet Gris“ zu verkaufen, berichtete das Onlinemagazin „Landbrugs Avisen“. Angesichts der breiten Ablehnung, die dem Logo entgegenschlägt, entschloss sich der Fleischverarbeiter dazu, die Vermarktung von entsprechend gekennzeichnetem Schweinefleisch zu stoppen.
Man werde nun nach anderen Wegen suchen, die Kunden über die Arbeit der Landwirte und deren Klimaschutzanstrengungen zu informieren, betont man bei Danish Crown. Mit dem im August 2020 eingeführten Logo hatte der Fleischkonzern darauf hingewiesen, dass die dänischen Schweinehalter den klimatischen Fußabdruck ihrer Produktion seit 2005 um ein Viertel verkleinert hätten. Von Greenpeace war dies als klarer Fall von „Greenwashing“ kritisiert und Danish Crown wegen „irreführendem Marketing“ verklagt worden.
Vor diesem Hintergrund listeten die Ketten COOP, Lid. und Aldi bereits im Sommer die entsprechenden Produkte aus.

- Bildquellen -

  • Fleisch: Fotos: HLPhoto - stock.adobe.com, Dansih Crown
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AUTORRed. SN
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