In der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend und in der Tiroler Bäuerinnenorganisation sind die Ortswahlen bereits voll im Gange. Im Forum Land werden die Bezirksführungen ab Mitte Oktober gewählt. Vom 9. bis 11. Oktober wählen rund 18.000 Bauernbundmitglieder in 330 Ortsgruppen die Ortsbauernräte und diese aus ihren Reihen die Ortsbauernobmänner und Stellvertreter. Alle diese Wahlen greifen ineinander und haben in der Ermittlung der Funktionäre auch starke Auswirkungen auf die Landwirtschaftskammerwahl im März 2021 und in weiterer Folge auch auf die Gemeinderatswahlen 2022.

Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler erklärt dazu: „Unsere Tiroler Bauern durchleben turbulente Zeiten. Die Herausforderungen der Vergangenheit haben uns jedoch gezeigt, dass wir als Bauernbund mit unseren Anliegen nur dann erfolgreich sind, wenn die bäuerliche Bevölkerung zusammensteht und geschlossen auftritt. Niemand vertritt unsere Interessen, wenn wir Bauern es nicht selber tun. Setzen wir mit der Urwahl daher ein starkes Signal der bäuerlichen Geschlossenheit!“

Die Neuwahlen bringen die stets notwendige Auffrischung und Erneuerung in den bäuerlichen Gremien. Zu den bewährten und erfahrenen Funktionären kommen immer wieder neue, jüngere und unverbrauchte Kräfte hinzu. Ein besonderes Potenzial, das es verstärkt zu nutzen gilt, bietet dabei die Jungbauernschaft/Landjugend. Wegen Erreichung der Altersgrenze und neuen Lebensinteressen scheiden oft bewährte Kräfte aus, die dem Bauernbund nahestehen und für die Stammorganisation oder das Forum Land eine Bereicherung darstellen können.

Demokratischste Wahlen

Die Urwahlen des Tiroler Bauernbundes gehören zu den demokratischsten Wahlen überhaupt. Hier kandidieren nicht verschiedene Listen oder Personen gegeneinander, sondern es wird gewählt, wer den Mitgliedern als am besten geeignet erscheint. Die in echter und basisdemokratischer Weise durchgeführten Familien- und Hauswahlen bieten die sichere Gewähr, dass wirklich die tüchtigsten Leute in den Ortsbauernrat gewählt werden, diejenigen, die am meisten Rückhalt und Vertrauen in der örtlichen Bauernschaft genießen. 

Das Um und Auf des Tiroler Bauernbundes sind funktionierende Ortsgruppen, der ständige Kontakt zur Basis und vor allem motivierte Funktionäre. Die Ortsbauernobmänner und Ortsbauernräte sind daher die wichtigsten Schlüsselpersonen innerhalb des Bauernbundes, mit ihnen steht und fällt der Erfolg.

Bauern müssen sich selbst vertreten

Viele Bauern wenden heute ihre ganze Kraft für die Optimierung des eigenen Betriebes auf. Andere stoßen mit der Doppelbelastung von Nebenerwerbslandwirtschaft und Zweitberuf an ihre Grenzen. Die verfügbare Zeit wird immer weniger. Es wird daher nicht einfacher, Menschen zu finden, die unbezahlt und oft auch unbedankt zur Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft bereit sind. 

Klar ist aber: Bäuerliche Anliegen müssen in erster Linie von den Bauern selbst vertreten werden. Sie können nicht delegiert werden. Die Bauern können sich nicht aus der Verantwortung dem eigenen Berufsstand gegenüber verabschieden. Vor allem auf Orts- und Gemeindeebene fallen viele Entscheidungen, die starke Auswirkungen auf die gesamte Landwirtschaft bzw. auf einzelne Bauern haben. Darin liegt die besondere Bedeutung des Ortsbauernrates.

Wer wählt, der zählt

Bei der Urwahl geht es darum, in Absprache mit den am Hof lebenden Familienmitgliedern jene Persönlichkeiten aus unseren Reihen auf die Stimmzettel zu schreiben, die am besten zur Interessenvertretung und zum Interessenausgleich befähigt sind.

Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl appelliert abschließend: „Bei den Urwahlen ist jeder gefordert. Wir alle sind der Bauernbund. Ich bitte daher alle Ortsbauernobmänner, eine möglichst vollständige Wahlbeteiligung sicherzustellen. Gleichzeitig danke ich allen Funktionären aufrichtig für ihre Arbeit zum Wohle der Tiroler Bauern in den vergangenen sechs Jahren!”

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