„Sonnenkraftwerk NÖ“ ist Klimaschutz für alle

Als Bürgerbeteiligungsprojekt des Landes konzipiert, macht das Sonnenkraftwerk Niederösterreich Klimaschutz zum Mitmach-Projekt und die Energie-Wende zur Energie-Bewegung.

Mikl-Leitner, Pernkopf: Werben um Bürger, die Anteile für Photovoltaik-Anlagen zeichnen.

Mit diesem Projekt möchten wir europaweit neue Maßstäbe im Ausbau erneuerbarer Energieträger setzen und zugleich das größte Bürgerbeteiligungsprojekt bei der Errichtung von weiteren Photovoltaik-Anlagen starten“, stellten LH Johanna Mikl-Leitner und LH-Stv. Stephan Pernkopf das neue „Sonnenkraftwerk Niederösterreich“ vor.

28 Photovoltaik-Anlagen mit Bürgerbeteiligung bis Jahresende

„Wir reden nicht nur, wir handeln und das mit ganz konkreten Initiativen für mehr Umwelt- und Klimaschutz. Wir tun, was eine Region wie Niederösterreich eben tun kann, um Verbesserungen für eine nachhaltige Energiezukunft zu erreichen“, betonte die Landeshauptfrau.

Eine erste Erhebung und Analyse habe ergeben, dass rund 150 Landesgebäude technisch und wirtschaftlich sinnvoll mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden können. Dies würde eine Investitionssumme von rund 46 Millionen Euro bedeuten. Alle am Klimaschutz Interessierten sind nun eingeladen, sich an der Finanzierung zu beteiligen, in dem sie nach dem Prinzip „Sale-and-Lease-Back“ Anteile an einer geplanten Photovoltaik-Anlage erwerben und damit zum Bau dieser beitragen.

„Mitmachen und Klima schützen wird sich mit diesem Modell für den Investor auch rechnen, nämlich mit einer fixen Rendite von 1,75 Prozent, die jährlich am ‚Tag der Sonne‘, das ist der 3. Mai, ausbezahlt wird“, erläuterte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf das Modell. Wer zum Beispiel fünf Anteile um jeweils 900 Euro erwerbe, also insgesamt 4.500 Euro investiert, erhält über zehn Jahre jährlich 494 Euro ausbezahlt. Bis zum Ende der Laufzeit werden somit 4.940 Euro zurückgezahlt, so Pernkopf.

Ansprechen möchte das Land NÖ damit auch all jene, die selber über keine Dachflächen verfügen. Sie haben hier die Möglichkeit, trotzdem PV-Paneele zu erwerben. Solche Mitmach-Kraftwerke gibt es bisher schon in rund 70 Gemeinden, und sie waren bis zu 300 Prozent überzeichnet.

Grund genug für das Land NÖ, nun im wesentlich größerem Maßstab das „Sonnenkraftwerk Niederösterreich“ umzusetzen. Im Landhausviertel sollen ab sofort die ersten acht PV-Anlagen errichtet werden. Bis Jahresende sollen auf diesem Weg insgesamt 28 Anlagen ausfinanziert werden, dass bis zum Ende des nächsten Jahres mindestens eine neue Landes-PV-Anlage in jedem Bezirk in Betrieb genommen werden kann.

Für Bürgerbeteiligungen eignen sich vor allem Gebäude mit hohem Eigenstromverbrauch, wie Kliniken und Pflegeheime. Diese werden daher auch zuerst realisiert. Im nächsten Schritt werden Schulen, Bezirkshauptmannschaften und Straßenmeistereien folgen. Insgesamt soll das „Sonnenkraftwerk NÖ“ bis 2024 rund 150 PV-Anlagen mit einer Leistung von 20 Megawatt sauberen Strom umfassen.

„Sonnenkraftwerk NÖ“

  • Registrierung auf www.sonnenkraftwerk-noe.at
  • Sobald Anteile verfügbar sind, können diese mit wenigen Klicks erworben werden.
  • Das Bürgerbeteiligungs-Geld wird in Sonnenkraftwerks-Bau investiert („Sale-and-Lease-Back“-Modell)
  • Jährlich am „Tag der Sonne“ (3. Mai) erfolgt Auszahlung der Leasing-Raten, Verzinsung: 1,75 Prozent

- Bildquellen -

  • 09 02 42 20 NO: BZ NÖ/Eva Riegler
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