Schmiedtbauers Europablick

UPDATE AUS BRÜSSEL/STRASSBURG

MERCOSUR/EU-AUSSENPOLITIK

Am Dienstag, 19.01., haben wir Europa-Abgeordnete im Plenum über den Jahresbericht zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik abgestimmt. Darin waren unverständlicherweise auch Referenzen zum Mercosur-Handelsabkommen. Fest steht: Mein “Nein” zu Mercosur bleibt bestehen, denn an der Ausgangslage hat sich nichts geändert. Billigimporte von Agrargütern bedeuten drastische Wettbewerbsnachteile für die heimische Landwirte und gefährden das Klima. Hier weiche ich keinen Zentimeter zurück. Die EU- Kommission fordert von uns Landwirtinnen und Landwirten stetig steigende Umwelt- und Klimaleistung, doch forciert sie zeitgleich den Zugang zu neuen Märkten für eine Handvoll multinationaler Unternehmen – ohne Rücksicht auf ökologische, klimatische und menschliche Kosten. Es ist grob fahrlässig, Billigimporten in Zeiten der Klimakrise, der Schwächung unserer Betriebe durch die Pandemie, erweiterter US-Agrarstrafzöllen und der unsicheren Entwicklung im künftigen Handel mit dem Vereinigten Königreich Tür und Tor zu öffnen. Hier werde ich auch weiterhin ein wachsames Auge auf die Entwicklungen haben, denn zügelloser Freihandel ist keine Option, wenn es um den Schutz unserer land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe geht.

Online-Bearb. SN

 

 

 

 

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