Schmiedtbauers Europablick

HERKUNFTSKENNZEICHNUNG/EUROPEAN FOOD FORUM
Am Dienstag, 02.03., habe ich gemeinsam mit dem “European Food Forum” einen internationalen Expertenaustausch zum Thema “Herkunftskennzeichnung” organisiert. Auch in verarbeiteten Produkten muss die Herkunft von Fleisch, Milch und Eiern klar nachvollziehbar sein. Nur so können die Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltige Kaufentscheidungen treffen und zu regionalen Produkten greifen. Die EU- Kommission ist uns einen Gesetzesvorschlag für eine EU-weit verpflichtende Herkunftskennzeichnung schuldig. Die Klimawahrheit von Lebensmitteln ergibt sich aus dem gesamten Produktzyklus und ist in globalem Kontext zu sehen. Unsere ressourcenschonend hergestellten Qualitätslebensmittel, dürfen nicht von Niedrigstandard-Ware von außerhalb der EU ausgebotet werden. Daher auch mein deutliches „Nein“ zu Mercosur.
 
EU-BIODIVERSITÄTSSTRATEGIE/AGRARAUSSCHUSS
Am Donnerstag, 04.03., hat der Agrarausschuss seine Position zur geplanten EU-Biodiversitätsstrategie abgestimmt. Ich habe darin erfolgreich die landwirtschaftliche Krise durch die Rückkehr der Wölfe in der Ausschuss-Position verankert. Dieses enorm wichtige Thema wurde im Kommissionsvorschlag zur Biodiversitätsstrategie noch nicht einmal erwähnt. Ich kämpfe für unsere Alm- und Weidewirtschaft, die nicht nur heimisches Kulturgut ist, sondern auch einzigartige, wertvolle Lebensräume für zahlreiche geschützte Arten bietet. Die EU-Kommission darf großen Beutegreifern nicht den Vorrang gegenüber anderen streng geschützten Tier- und Pflanzenarten einräumen – schon gar nicht in den extensiven Standorten unseres alpinen Raums. Effektives Wolfsmanagement statt übertriebenem Wolfsschutz muss in der Biodiversitätsdebatte Priorität haben.
 
Tiertransporte in Drittländer
Am Montag, 01.03., haben wir im Untersuchungsausschuss für Tiertransporte ausführlich Transporte in Drittländer geprüft. Ich setze mich vehement für die Sicherstellung von europäischen Standards ein – für das Wohl unserer Tiere. Österreich transportiert keine Tiere zum Schlachten in Drittländer. Wir transportieren nur Zuchtvieh, denn unsere gute Zuchtgenetik wird über die Grenzen Europas hinaus geschätzt und gebraucht. Von jedem einzelnen Zuchtvieh-Transport gibt es Foto- und Videoaufnahmen beim Entladen an jeder Kontrollstelle und der finalen Ankunft der Tiere – von der Ohrmarke bis zum Nummernschild. Wir sorgen für maximale Transparenz und Kontrolle. Andere EU-Länder müssen zum Tierwohl-Vorreiter Österreich aufschließen, das fordere ich auf Brüsseler-Ebene ein.
 
FARM-TO-FORK-NOTFALLPLAN/EU-KOMMISSION
Die aktuell andauernde Corona-Pandemie hat uns deutlich gezeigt, wie wichtig und keinesfalls selbstverständlich Lebensmittelversorgungssicherheit ist. Die EU-Kommission wird im Rahmen der Farm-to-Fork-Strategie die Resilienz des europäischen Lebensmittelsystems bewerten und einen Notfallplan zur Lebensmittelversorgungssicherheit in Krisenzeiten ausarbeiten. Bei der Entwicklung des Notfallplans können der EU-Kommission unter folgendem Link Erfahrungen, Erkenntnisse und Erwartungen mitgeteilt werden. Im Menü rechts oben kann die Sprache auf Deutsch umgestellt werden.

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