Rindermarkt KW 47/’22: Weihnachtsrallye bei Jungstieren, Kühe auf dem Nebengeleise

Jungstiere ausgewogen, Schlachtkühe unter Preisdruck – so das aktuelle Lagebild auf Europas Schlachtrindermärkten. Der Fokus des Handels liegt im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft derzeit auf den Jungstieren.
In Deutschland gestaltet sich die Nachfrage bei den männlichen Schlachtrindern mit regionalen Unterschieden passend zum mittelmäßigen Aufkommen. Die Preise sind stabil, regional besteht leichter Marktdruck. Bei Schlachtkühen fällt das kleine Aufkommen fällt im Verhältnis zum Kauf­interesse etwas zu reichlich aus, was zusätzlichen Druck auf die Preise bewirkt.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren etwas steigend, bei einer grundsätzlich guten Nachfrage. Die Abnehmer im Lebensmittelhandel signalisieren zusehends das Erreichen der Preisspitze. Allerdings stehen noch zwei bis drei Wochen mit wesentlichen Nachfrageimpulsen bevor. Diese Woche ist der Jungstierpreis stabil.
Bei den Schlachtkühen ist das Aufkommen konstantz erhöht, bei gleichzeitig etwas rückläufigem Kaufinteresse der Schlachthöfe. Die Export-Kontingente Richtung Schweiz wurden reduziert, wodurch sich der Druck zusätzlich erhöht. Erneut gibt es auch diese Woche keine Preiseinigung mit allen Marktteilnehmern.
Die Notierung für Schlachtkälber konnte um 10 Cent zulegen.

Preiserwartungen netto für KW 47/’22 (21. bis 27. Nov.)

(Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise in Euro/kg, exkl. MwSt., ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen!)

Jungstier HK R2/3                                       4,72    (=)

Kalbin HK R2/3                                           4,16   (=)

Kuh HK R2/3                                               k.N.  (KW45: 3,44)

Schlachtkälber HK R2/3                               7,05    (+0,10)

Werner Habermann, Arge Rind

 

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QuelleH.M.
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