Rindermarkt KW 36/2021: Angebot an Jungstieren nach wie vor auf einem für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Niveau

Das geringe Angebot an Schlachtrindern beeinflusst nach wie vor das Marktgeschehen. In fast allen Bereichen ist ein zügiger Absatz der überschaubaren Mengen möglich. In Deutschland klagen die Schlachtunternehmen bei den Jungstieren zwar über fehlende Impulse im Fleischhandel. Aufgrund der geringen Mengen kommt es aber zu keinem Preisdruck. Das Preisniveau bleibt gegenüber der Vorwoche unverändert.

Bei Schlachtkühen stellt sich der Markt in Deutschland weitgehend ausgeglichen dar. Die Preise sind stabil.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren nach wie vor auf einem für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Niveau, bei einer guten Nachfrage seitens des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomie. Die Preise bei Jungstieren steigen an und wurden für zwei Wochen fixiert. Die Prognose zum Ende der Ferienzeit ist noch schwer zu beurteilen. Mitte September wird im Lebensmitteleinzelhandel das Sortiment erfahrungsgemäß umgestellt. Von den Edelteilen erfolgt eine Verschiebung zu mehr Teilstücken für Rindsschnitzel sowie Faschiertes.

Bei Schlachtkühen nimmt das Angebot im Westen Österreichs zu, ist aber noch nicht drängend. Nächste Woche kommt es zu einer schwierigen Exportsituation, es wird weniger Ware benötigt.

Zu Redaktionsschluss konnte noch keine Preiseinigung mit allen Marktpartnern erzielt werden.

Bei Schlachtkälbern tendiert der Markt nach oben.

Preiserwartungen netto für Woche 36/2021 (06.09. – 12.09.2021)

(Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise in Euro/kg, exkl. MwSt., ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen!)

Jungstier HK R2/3                                       3,73    (+0,06)

Kalbin HK R2/3                                           3,22   (=)

Kuh HK R2/3                                               ausgesetzt

Schlachtkälber HK R2/3                               5,75    (+ 0,10)

Werner Habermann, Arge Rind

 

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QUELLEH.M.
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