Vieles ist anders in diesem Jahr, doch mit dem Christbaum holt sich ein Großteil der Oberösterreicher ein Stück Vertrautheit ins Wohnzimmer.

Schätzungen zufolge werden Nordmanntanne und Co. heuer Einzug in mehr als einer halben Million Haushalten halten. Das sind circa 80 Prozent der Zuhause, womit der prozentuale Anteil im Vergleich zu den Vorjahren konstant bleibt. Nichtsdestotrotz nimmt der Bedarf an Christbäumen aufgrund der steigenden Haushalte zu. Und im Corona-Jahr 2020 kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu.

Agrarlandesrat Max Hiegelsberger erklärt: „Aufgrund der Pandemie wird erwartet, dass mehr Menschen als sonst Weihnachten zu Hause im Kreis ihrer Familie feiern.“ Zu einer Baumknappheit wird es aber dennoch nicht kommen. Hiegelsberger beruhigt: „Auch ein etwas höherer Christbaum-Bedarf kann von unseren Produzenten problemlos geliefert werden.“ Die 140 heimischen Christbaumbauern haben nämlich schon vor einigen Jahren ihre Anbauflächen auf etwa 550 Hektar ausgeweitet.

Christbaum-Verkaufsorte: Vom Betretungsverbot ausgenommen

Sicherheit gibt es auch darüber, ob bäuerliche Direktvermarkter trotz der aktuellen Ausgangsbeschränkungen ihre Marktstände und Hofpforten für den Verkauf von Reisig und Christbäumen öffnen dürfen. „Das Gesundheitsministerium hat festgelegt, dass dies auch 2020 möglich ist. Die Christbaumbauern haben offen, sie beschicken ihre Verkaufsstände und verkaufen ab Hof Christbäume und Reisig. Einem stimmungsvollen Fest mit dem Duft nach heimischen Tannennadeln steht also nichts im Wege“, erläutert Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger. Wie auch überall sonst sind natürlich die Hygienerichtlinien einzuhalten und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes Pflicht.

Oh Tannenbaum, wie schön ist deine rot-weiß-rote Schleife

Das Logo und auch die rot-weiß-rote Schleife der OÖ Christbaumbauern kennzeichnen weithin erkennbar den „Baum aus der Heimat“. Sie garantieren Frische, Nähe und Versorgungssicherheit. „Wir können das bieten, was für viele Oberösterreicher wichtig ist: Versorgungssicherheit, kurze Transportwege und damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Insgesamt verkaufen unsere Mitgliedsbetriebe ihre Bäume auf etwa 200 Verkaufsstandorten“, erläutert Ignaz Hofer, Obmann der OÖ Christbaumbauern. Auf www.weihnachtsbaum.at sind diese zu finden.

Lange suchen muss man aber ohnehin nicht. Im Durchschnitt ist in jeder dritten Gemeinde ein Christbaumbauer zu finden. „Man muss also nicht weit fahren, um einen frischen heimischen Baum zu finden“, meint Langer-Weninger. Sie appelliert: „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Beim Kauf eines heimischen Christbaums bleibt der Umsatz und damit die Wertschöpfung in der Region.“

- Werbung -
AUTORElisabeth Hasl
Vorheriger ArtikelSteyr: Bestbieter für Kommunaltechnik
Nächster ArtikelAllzeithoch bei Erdölimporten und stagnierender Anteil erneuerbarer Energie