Ohne Bauern keine Dörfer

Ein neuer Kinofilm „Rettet das Dorf“ will die Gesellschaft wachrütteln. Der Bauernbund ist mit seinen mehr als 750 Bürgermeistern die gestaltende Kraft in der Regionalpolitik, betont Bauernbund-Präsident Georg Strasser.

Bauernbund-Präsident Georg Strasser im Gesrpäch mit Regisseurin Teresa Distelberger

Am 28. Februar startet der Film „Rettet das Dorf“ österreichweit in den Kinos. Regisseurin Teresa Distelberger zeigt in diesem mit Blick auf verschiedenste Akteure zahlreiche Probleme auf, mit denen die Bewohner in ländlichen Regionen heute konfrontiert sind.

Zuvor bei der Premiere mit dabei war auch Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Im anschließenden Gespräch mit der Regisseurin Teresa Distelberger hob Strasser die wichtige Rolle des Bauernbundes am Land hervor: „Ein Drittel der fast 2.100 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Österreich sind Bauernbündler. Sie tragen in den Gemeinden und Dörfern, also den Keimzellen der Regionen, die Verantwortung. Eine solide finanzielle Ausstattung der Kommunen ist deshalb unerlässlich. Denn Verschwinden bäuerliche und gewerbliche Betriebe, das Dorfleben und das gute Miteinander, so verschwinden auch die Dörfer.“

Quelle: NGF
Filmtipp: “Rettet das Dorf” läuft ab 28. Februar im Kino.

Während anderswo die Dörfer verlassen werden und nicht mehr bewirtschaftete Flächen verwalden, sei das in Österreich noch nicht der Fall, „weil sich gerade der Bauerbund in der Agrar- und Regionalpolitik vehement für einen lebendigen ländlichen Raum und dessen Menschen einsetzt“, betont Strasser. Auch er sieht als große Herausforderungen die Abwanderung und den Fachkräftemangel, aber auch stagnierende Einkommen in der Land- und Forstwirtschaft „und damit weniger junge Hofübernehmer, die unsere Lebensmittel erzeugen und damit auch unseren Lebensraum pflegen.“ Und für Strasser steht fest: Ohne Bauern, die Felder und Wiesen bewirtschaften, gebe es keine Kulturlandschaft. „Geht die Kuh, dann kommt der Wald“.

Zwar eröffne die Digitalisierung nicht nur der Land- und Forstwirtschaft neue Einkommensmöglichkeiten und vereinfachte Behördengänge. „Damit die Regionen bei der Digitalisierung nicht hinterherhinken, braucht es umfassende Investitionen in die Infrastruktur. Strassers Forderung: „Jedem Bauernhof seinen Glasfaseranschluss. Damit Menschen am Land dieselben Chancen auf Arbeit haben wie jene in den Städten.“

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- Bildquellen -

  • Rettet Das Dorf: NGF
  • DSC 0033: ZVG
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