Nächster Etappensieg im Kampf gegen Reaktor in Mochovce

Trotz schwerer Unfälle in der Vergangenheit, setzen einige Staaten weiterhin auf die Atomenergie. Foto: mirec – stock.adobe.com

Die Inbetriebnahme des nahe der österreichischen Grenze gelegenen Reaktors 3 von Mochovce verzögert sich weiter. Laut Angaben der slowakischen Nachrichtenagentur SITA hat die slowakische Nuklearaufsichtsbehörde UJD die Beladung des Reaktors mit Brennelementen auf frühestens das zweite Quartal 2020 verschoben.
 
„Dieser Schrottreaktor sollte nie in Betrieb gehen“, fordert die ehemalige Umweltministerin Elisabeth Köstinger. „Seit Jahren gibt es Sicherheitsmängel, seit Jahren wird die Inbetriebnahme verschoben, es ist unzumutbar, dass ein Reaktor mit einer 30 Jahre alten Technik überhaupt ans Netz gehen soll“, so Köstinger. „Es ist Zeit, einen Schlussstrich unter dieses Projekt zu ziehen und auf erneuerbare Energien zu setzen. Der Ausbau von grenznahen Reaktoren ist nicht nur umweltpolitisch falsch, er ist auch ein Sicherheitsrisiko für die österreichische Bevölkerung“, so Köstinger.
 
In ihrer Amtszeit hatte die ehemalige Umweltministerin die Inspektion durch internationale Inspektoren der IAEA durchgesetzt. „Wenn nun sogar schon die eigene Atomaufsichtsbehörde in der Slowakei Bedenken hat, dann sollte das Warnsignal genug sein“, so Köstinger. „Atomkraft ist höchst riskant, sie ist teuer, sie ist nicht nachhaltig und sie ist garantiert kein Beitrag für den Klimaschutz.“ Österreich gehe hier einen anderen Weg. „Wir werden unseren Strom bis zum Jahr 2030 zu 100 % aus erneuerbaren Trägern decken. Schon jetzt sind wir eines der wenigen Länder, das vollständig ohne Atomkraft und Kohlestrom auskommt“, so Köstinger abschließend.

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