Neue Tests sollen zeigen, dass mithilfe der Feldspritze ARA vom Schweizer Start-up ecoRobotix die eingesetzten Mengen an Pflanzenschutzmitteln deutlich reduziert werden können.

Der aktuelle Test erfolgte von Mitte Juli bis Mitte August 2021 auf einer Bohnen-Anbaufläche von über 40 Hektar. Gemüseproduzent Eureden führte auf jeder Parzelle einen Vergleichstest durch, bei dem ein Teil mit ARA und ein anderer Teil mit einer herkömmlichen Pflanzenschutzspritze behandelt wurde. Die eingesetzte Menge von Pflanzenschutzmitteln wurde laut Firmenangaben nachweisbar um 70 % reduziert.  Dabei hätte die Lösung 95 % des Unkrauts auf den behandelten Flächen vernichtet – ein Ergebnis auf dem Niveau einer konventionellen Besprühung. Auch bei Ernte und Verwertbarkeit der Bohnen hätten sich keine Veränderungen gegenüber der früheren Methode gezeigt.

Die Präzisions-Feldspritze ARA ist für die gezielte Anwendung von Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden oder Düngemitteln für eine umweltfreundliche und gleichzeitig wirtschaftliche Behandlung von Reihenkulturen (z.B. Zuckerrüben, Raps, Mais oder Soja), Freilandgemüse (z.B. Bohnen, Zwiebeln, Salat, und Spinat), Grasland und Zwischenfrüchten entwickelt worden. Ein hochauflösendes Kamerasystem nimmt während der Fahrt bei einer Geschwindigkeit von bis zu sieben km/h Bilder der Anbaufläche auf. Diese Bilder werden mit Hilfe eines integrierten Algorithmus ausgewertet, der die jeweiligen Gewächse erkennen soll, so dass Nutz- und Schadpflanzen unterschieden werden können. Anschließend wird das identifizierte Unkraut laut ecoRobotix mit einer Genauigkeit von bis zu 8 x 3 cm behandelt. Der dahinter stehende Algorithmus arbeitet mit Künstlicher Intelligenz.

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AUTORRed. MS
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