Milchpreise fallen

Per 1. März hat eine Reihe heimischer Molkereiten eine Absenkung der Erzeugermilchpreise beschlossen

Nach der NÖM AG und der Gmunder Milch hat nun auch Österreichs grööter Milchverarbeiter, die Berglandmilch per 1. März eine Absenkung des Erzeugerpreises um 1,8 Cent/kg netto beschlossen. Die bäuerlichen Lieferanten erhalten somit für Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiö 29,20 Cent netto beziehungsweise 32,66 Cent brutto (nach Abzug des AMA-Marketingbeitrags). Für Biomilch werden 41,90 Cent netto beziehungsweise 47,01 Cent brutto je kg ausbezahlt. Dies teilten Obmann Johann Schneeberger und Geschäftsführer Josef Braunshofer im jüngsten Lieferantenschreiben mit.

Wie bereits berichtet, haben auch andere heimische Molkereien in den zurückliegenden Wochen ihre Erzeugerpreise verringert. So hat die Nummer zwei am Markt, die NÖM AG, bereits per 1. Februar den Erzeugerpreis für konventionelle Milch um zwei Cent/kg netto gesenkt auf 29 Cent/kg netto beziehungsweise 32,43 Cent brutto (nach Abzug des AMA-Marketingbeitrags).

Die Gmundner Milch als drittgrööte Molkerei setzt ab 1. März 2016 ein Modell zur Liefermengen-Stabilisierung um, das einen Basismilchpreis von netto 27 Cent/kg Rohmilch und – je nach Anlieferungshöhe Zuschläge (max. plus zwei Cent) oder Abzüge (max. minus vier Cent) vorsieht.

Weiters hat die SalzburgMilch ihre Bauern informiert, ab 1. März netto nur noch 28 Cent/kg auszu zahlen.

Auch die Obersteirische Molkerei senkt per 1. März den Milchpreis um drei Cent auf 28,4 Cent/kg netto.

Die Kärntnermilch und die Ennstalmilch werden in den kommenden Wochen über eine Anpassung ihrer Produzentenmilchpreise entscheiden.

Als Auslöser der Milchpreisrunde nach unten gilt die europaweit merkliche Zunahme der Rohmilch-Anlieferung. In den Gunstlagen der Milchproduktion, wie etwa in Irland, den Niederlanden oder in Polen, seien die Mehrlieferungen am höchsten. Nicht überall halte die Nachfrage mit diesem Mehrangebot mit, heiöt es etwa im Rundschreiben der Berglandmilch.

Ein sehr hilfreiches Signal in der aktuellen Situation wäre ein Ende des russischen Embargos. Die weitere Entwicklung der Bauernmilchpreise werde massiv vom Rohmilchangebot geprägt sein.
H.M.

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