Kurzvideos für mehr Sicherheit auf Almen

Tirol ist das Land des Almtourismus. Für einen Almsommer ohne Vorkommnisse hat die Landwirtschaftskammer Tirol fünf kurze Erklärvideos veröffentlicht. Unter anderem gibt Schauspieler Tobias Moretti in den Clips wertvolle Tipps zum Umgang mit Weidetieren.

Unter dem Motto „Eine Alm ist kein Streichelzoo“ klärt die Landwirtschaftskammer Tirol seit 2014 über das richtige Verhalten auf der Alm auf. Die über 2000 Tiroler Almen sind nämlich nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Einheimischen als Erholungsraum äußerst beliebt. Dabei kommt es immer wieder zu Zwischenfällen bei der Begegnung von Kühen und Wanderern. „Viele Menschen wissen nicht über das richtige Verhalten gegenüber Weidetieren Bescheid. Gerade die stark gestiegene Anzahl an Wanderern mit Hund ist in Kombination mit verstärkter Mutterkuhhaltung nicht unproblematisch“, führt LK-Tirol-Präsident Josef Hechenberger aus. Auch Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, unterstreicht die Notwendigkeit der Bewusstseinsbildung: „Es ist wichtig, ein funktionierendes Miteinander auf der Alm weiter zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass möglichst jeder weiß, wie er oder sie sich bei der Begegnung mit Weidetieren verhalten soll.“

Leicht verständliche Aufklärung

Die fünf jeweils einminütige Videos sollen als Almbesucher über die Gefahren der Alm und die richtigen Maßnahmen, um sie zu vermeiden, informieren. Jedes Video widmet sich einem Thema, von „Mutterkuh“, „Lebensraum Alm“ über „Drohverhalten von Weidevieh“ und „Gefahrenquelle Hund“ bis hin zu „Was kann der Bauer tun?“. Als Experten geben Almmeister Toni Eisenmann und Landesveterinärdirektor Josef Kössler Ratschläge zum richtigen Verhalten auf der Alm. Auch der bekannte Tiroler Schauspieler Tobias Moretti, selbst aktiver Landwirt, erklärt in den Videos mit markanten Sprüchen den richtigen Umgang mit Weidevieh.

Ernstzunehmender Hintergund

Hintergrund der Aufklärungsmaßnahmen sind die teilweise tödlichen Konflikte zwischen Mensch und Kuh in den vergangenen Jahren. Nachdem eine Urlauberin mit Hund 2014 im Stubaier Pinnistal von Kühen zu Tode getrampelt wurde, reagierte die Landwirtschaftskammer Tirol erstmal mit Infoflyern zum richtigen Verhalten auf der Alm in fünf Sprachen. Trotz dieser Maßnahme wurde 2017 eine Einheimischen in Erl von Mutterkühen attackiert und verstarb. Auch sie führte einen Hund mit. Daraufhin veröffentlichte die Landwirtschaftskammer Tirol ein Erklärvideo im Comic-Stil, dass mit rund 178.000 Aufrufen auf der Videoplattform Youtube eine weitreichende Resonanz hatte.

Die Videos sind online unter dem Youtube-Kanal der LK Tirol https://bit.ly/2jVLIAS oder ihrer Website tirol.lko.at abrufbar.

- Bildquellen -

  • 43920: LK Tirol
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