Der deutsche Landtechnik-Hersteller präsentierte Ende Juni in Kirchberg in Tirol eine komplett neue Baureihe: Mäher, Wender und Schwader speziell für das Berggebiet.

Bei der neuen Highland-Baureihe handelt es sich um Profitechnik für den Steilhang“, erklärte Markus Steinwendner, Marketingleiter für Krone Österreich, bei der Maschinenvorführung. Die Highland-Serie bietet ein komplettes Programm an leichten Mähwerken, Zettern und Schwadern für das alpine Gelände. Krone will damit vor allem eine Lücke schließen, um dem eigenen Anspruch, „Fullliner in der Grundfutter-Erntetechnik“, gerecht zu werden. Die Entwicklung der Maschinen erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Reform und Aebi sowie der Firma Landtechnik Hauser in
Tirol. „Dadurch haben wir uns mindestens ein Jahr Entwicklungsarbeit gespart“, betonte Engelbert Neumair, Vertriebsleiter für Österreich Nord. Die Vorserien-Maschinen laufen bereits, die Rückmeldungen seien „sehr gut“. Ab 1. August 2020 sollen alle Geräte voll verfügbar sein.

Zwei neue „EasyCut“-Frontmähwerke

Neu im Produktprogramm von Krone sind zwei Frontmähwerke: „EasyCut F 280 Highland“ mit einer Arbeitsbreite von 2,73 Metern (sechs Mähscheiben) und „EasyCut F 320 Highland“ mit einer Arbeitsbreite von 3,16 Metern (sieben Mähscheiben). Hier sticht insbesondere der direkte Anbau ohne Weiste-Dreieck hervor. Dadurch soll eine bessere Bodenanpassung und Konturführung auch in extrem steilem Gelände erreicht werden. Zudem wurde der Schwerpunkt bewusst niedrig gehalten. Die Entlastung der Maschinen erfolgt über die aktive Geräteentlastung der Bergtraktoren (bis maximal 120 PS), für welche die Baureihe speziell entwickelt wurde. Optional sind auch großdimensionierte Entlastungsfedern erhältlich. Die Mähwerke sind weiters serienmäßig mit einem hydraulischen Seitenverschub ausgestattet. Bei geradem Verlauf der Gelenkwelle ist ein Schiebeweg von 30 Zentimeter (15 cm links bzw. rechts) möglich. Dadurch soll ein sauberes Mähbild auch bei Hangabdrift und der Arbeit mit Zwillingsreifen gewährleistet werden. Ein weiterer positiver Effekt ist laut Hersteller, dass der Antriebsstrang zwischen Schlepper und Mähwerk geschont wird, was wiederum die Lebensdauer der gesamten Maschine erhöht.
Beim Innenleben setzt Krone mit dem „SmartCut“-Mähholm auf Bewährtes. Für einen gesicherten Gutfluss auch beim Hangabwärtsmähen sind die neuen Krone Highland-Mähwerke serienmäßig mit zwei zusätzlichen Mähtrommeln ausgestattet. Ebenso serienmäßig ist die im Rahmen integrierte Klingenbox mit Messerschnellverschluss. Der Teleskop-Oberlenker ist optional, wird aber vom Hersteller empfohlen.

„Vendro“-Baureihe mit 4, 6 oder 8 Kreiseln

Quelle: BZ/Mursch-Edlmayr
Der erste Acht-Kreiselwender für alpines Gelände

Neben dem Vier-Kreiselwender „Vendro 420 Highland“ und dem Sechs-Kreiselwender „Vendro 620 Highland“ bringt Krone mit dem „Vendro 820 Highland“ den ersten Acht-Kreiselwender auf den Markt, speziell für steiles Gelände. Auch hier wurde der Fokus auf einen kompakten und leichtzügigen Anbau nahe an den Traktor gelegt. Alle neuen Highland-Wender verfügen über einen Kreiseldurchmesser von 1,38 Metern und fünf Zinkenarme pro Kreisel. Die Maschinen sind serienmäßig mit hydraulischen Dämpfer­streben ausgerüstet.
Erstmalig zeigt Krone bei den Highland-Wendern auch das neue Krone „OptiTurn“-Kreiselkonzept. Durch sehr nah am Zinken laufende Kreiseltasträder in Kombination mit dem neuen, patentierten Zinken arbeiten die Maschinen mit einer „vorbildlichen“ Bodenanpassung. Der dreidimensional geformte Zinken hat einen guten Aufbereitungseffekt und soll für ein gleichmäßiges Streubild sowie eine lockere Ablage sorgen. Dies soll in weiterer Folge den Abtrockungsprozess beschleunigen. Die Maschine kann wahlweise zur Erntegutaufbereitung als Zetter sowie auch zur Erntegutabtrocknung als Wender genutzt werden. Dabei wird einfach der Streuwinkel in vier Stufen für den gewünschten Einsatzzweck angepasst.
Darüber hinaus bietet Krone ein Ansteckgetriebe für Nachtschwaden an. Ein weiteres Feature ist das neue Abstellkonzept, bei dem die Kreiseltasträder nicht belastet werden.

„Swadro“: Zwei neue Einkreiselschwader

Quelle: BZ/Mursch-Edlmayr
Einkreiselschwader speziell für die Futterernte in Hanglagen

Mit dem „Swadro S 350 Highland“ (Arbeitsbreite: 3,5 Meter; Kreiseldurchmesser: 2,70 Meter) und „Swadro S 380 Highland“ (Arbeitsbreite: 3,8 Meter; Kreiseldurchmesser: 2,96 Meter) bietet Krone zwei neue Einkreiselschwader für das alpine Gelände an. Diese sind serienmäßig mit hydraulischen Dämpferstreben und integrierter Ausgleichsschwinge ausgerüstet. Dadurch soll maximale Stabilität im Steilhang gewährleistet werden – gepaart mit „exzellentem“ Nachlaufverhalten.
Neu ist der „Highland Lift-Zinken“ mit einer Zinkenlänge von 510 Millimeter. Dieser wurde speziell auf die Bedingungen in Hanglagen ausgelegt. Aufgrund der abgewinkelten Zinkenform bleibt der Zinken länger in Arbeitshöhe – das wiederum soll Rechverluste reduzieren, zu einer Steigerung der Flächenleistung führen und Futterverschmutzungen minimieren. Die Einstellung der Rechhöhe erfolgt mechanisch, optional ist auch eine elektrische Variante erhältlich.
Beim Innenleben greift Krone auch hier auf Bewährtes zurück, wie beispielsweise das wartungsfreie Kreiselgetriebe.

Thomas Mursch-Edlmayr

 

- Bildquellen -

  • DSC 4061: BZ/Mursch-Edlmayr
  • DSC 4081: BZ/Mursch-Edlmayr
  • DSC 4035: BZ/Mursch-Edlmayr
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