Kartoffelmarkt KW 43/2021: Einlagerung ohne Angebotsdruck

Die heimischen Speisekartoffelbauern haben die Ernte mittlerweile abgeschlossen. Die Lager der Händler sind gut gefüllt, wobei aber weiterhin Kartoffel von den Landwirten angeliefert werden. Angebotsdruck kommt dabei aber keiner auf.
Unverändert zahlreich bleiben die Qualitätsprobleme, die noch zu hohen Aussortierungen bei der eingelagerten Speiseware führen dürften. Die Umsätze bei den Händlern sind, wie oft um diese Jahreszeit, überschaubar. Einerseits scheinen die Konsumenten am Inlandsmarkt noch recht gut mit Ware eingedeckt zu sein. Andererseits haben auch die traditionellen Importländer noch wenig Bedarf bzw. werden mit günstiger Ware von europäischen Mitbewerbern versorgt.

Keine Änderung gibt es bei den Erzeugerpreisen. In Niederösterreich wurden Speisekartoffeln zu Wochenbeginn meist um 18 bis 20 Euro/dt übernommen, wobei einzelne Aufkäufer Abschläge für den hohen Logistik- und Sortieraufwand einbehalten. In Oberösterreich werden unverändert bis zu 25 Euro/dt bezahlt.

Ruhiges Marktgeschehen in Deutschland

Auch der deutsche Speisekartoffelmarkt zeigt sich weiterhin stabil. Die Ernte kam in der vergangenen Woche zügig voran und konnte vielerorts auch schon abgeschlossen werden. Die Lager der Produzenten und der Packbetriebe sind gut gefüllt.
Auf der Nachfrageseite sorgten die Herbstferien mitunter für eine gewisse Beruhigung. Auch das Exportgeschäft lief zuletzt recht unspektakulär.
Für Ware, die aufgrund von Qualitätsmängeln nicht lagerstabil ist, müssen rasche Verwertungsmöglichkeiten gefunden und Preisnachlässe in Kauf genommen werden. Abgesehen davon wurde aber von weitgehend stabilen Preisen berichtet. Zu Wochenbeginn wurden im Bundesdurchschnitt für Speiseware weiterhin meist 12 bis 15 Euro/dt bezahlt.

Martin Schildböck, LK NÖ

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