Kartoffelmarkt KW 4/2021: EU-Markt weiterhin gut versorgt

Am heimischen Speisekartoffelmarkt läuft der Inlandsabsatz weiterhin stetig. Das Absatzniveau ist insgesamt zufriedenstellend. Den guten Volumina im LEH steht allerdings eine coronabedingt stark eingeschränkte Nachfrage in der Gastronomie und in der Tourismuswirtschaft gegenüber.
Auch vom Exportmarkt gibt es angesichts eines reichlich versorgten europäischen Marktes keine Impulse. Ausfuhren sind weiterhin nur auf niedrigem Preisniveau und in überschaubaren Mengen möglich.

Die Erzeugerpreise verharren auf dem Niveau der Vorwochen. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware unverändert meist 12 Euro/dt bezahlt. Übergrößen erzielen um 5 bis 8 Euro/dt. Drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel erreicht bis zu 18 Euro/dt.

Deutschland: Angebot weiterhin umfangreich

Auch in Deutschland tritt der Speisekartoffelmarkt weiter auf der Stelle. Das zur Verfügung stehende Angebot wird seitens aller Handelsbeteiligten als weiterhin umfangreich beschrieben. Überregional berichtet man mitunter von leicht abnehmenden Angebotsmengen und aufkommendem Zukaufbedarf. Auf die Erzeugerpreise hat das noch keine Auswirkungen, meist wird die Abrechnung auf Vorwochenniveau fortgeschrieben. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt für qualitativ einwandfreie Speisekartoffeln meist 10 bis 11 Euro/dt bezahlt. Schwächere Qualitäten und Exportware werden preislich auch deutlich darunter gehandelt.

Martin Schildböck, LK NÖ

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