Kartoffelmarkt KW 38/2021: Preise unverändert, regional massiver Drahtwurmbefall

Bei heimischen Speisekartoffeln schreitet die Haupternte zügig voran. Entsprechend groß ist das verfügbare Angebot. Die Erträge bei den Hauptsorten fallen regional sehr unterschiedlich aus. Von überdurchschnittlichen Ergebnissen in den Spätgebieten Ober- und Niederösterreichs bis zu unter 30 t/ha in den Trockengebieten des Weinviertels ist heuer alles dabei. Gebietsweise massive Probleme bereiten Drahtwurmbefall, Fäulnis und Beschädigungen.
Der Absatz zeigt sich unspektakulär. Die Inlandsnachfrage läuft stetig auf saisonüblichem Niveau. Am noch ruhigen Exportmarkt zeigen Einkäufer aus Südosteuropa- und Osteuropa Interesse.
Die Erzeugerpreise der Vorwoche wurden beibehalten. In Niederösterreich wurden Speisekartoffeln zu Wochenbeginn meist um 18 bis 20 Euro/dt übernommen, wobei einzelne Aufkäufer Abschläge für den hohen Logistik- und Sortieraufwand einbehalten. Aus Oberösterreich wurden bis zu 25 Euro/dt gemeldet.

Deutschland meldet durchschnittliche Erträge

In Deutschland werden mit fortschreitender Ernte die Aussagen zu Erträgen und Qualitäten fundierter. Die Erträge über das gesamte Bundesgebiet dürften heuer durchschnittlich ausfallen. Bei den Qualitäten gibt es große regionale Unterschiede. Besonders im Süden und Westen Deutschlands gibt es Probleme mit Fäulnis, Wachstumsrissen, Hohlherzigkeit und Drahtwurmbefall. In Nord- und Ostdeutschland blieben die Qualitätsprobleme bislang überschaubar.
Die momentan gute Marktversorgung bewirkte leichte Preisrücknahmen. Für Speiseware wurden zu Wochenbeginn im Bundesdurchschnitt meist zwischen 12 und 15 Euro/dt bezahlt. Auf diesem Niveau zeichnet sich nun eine Bodenbildung ab.

Martin Schildböck, LK NÖ

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QUELLEH.M.
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