Kartoffelmarkt KW 26/2021: Bestände leiden unter Unwettern und Trockenheit

Bei heimischen Frühkartoffeln kommen die Erntearbeiten in allen Bundesländern zügig voran. Bei den hochsommerlichen Temperaturen von über 30 °C gibt es vor allem in Ostösterreich kaum noch Ertragszuwächse. Die verfügbaren Angebotsmengen sind für die hitzebedingt ruhige Inlandsnachfrage aber dennoch gut ausreichend.

Die Erzeugerpreise wurden in der Vorwoche nochmals leicht zurückgenommen. In Niederösterreich und im Burgenland wurden zu Wochenbeginn meist 28 Euro/dt bezahlt. In Oberösterreich ging in der Vorwoche die Frühkartoffelsaison erst so richtig los. Die Erzeugerpreise lagen hier bei 35 Euro/dt.

Hitze dämpft Aussichten für die Haupternte

Was die Haupternte 2021 betrifft, so haben sich die Aussichten in den vergangenen zwei Wochen deutlich verschlechtert. In den Trockengebieten Ostösterreichs konnten die Kartoffelbestände die Reihen bislang nicht schließen. Es fehlt das dringend für das Wachstum notwendige Wasser. Zudem richteten regionale Hagelunwetter massive Schäden an. Sollte die trocken-heiße Witterung andauern, dann ist aus heutiger Sicht mit einer sehr schwachen Haupternte zu rechnen.

Deutschland: Vergleichsweise hohes Preisniveau

Auch in Deutschland hat nun die Frühkartoffelsaison begonnen. Zwar findet man noch die eine oder andere Partie an alterntiger Lagerware im LEH. Sukzessive werden diese nun aber auf festschalige Frühkartoffeln umgestellt. Da die verfügbaren Angebotsmengen aber für den aktuellen Bedarf nicht ausreichen, werden diese durch Frühkartoffeln aus Ägypten, Israel und Spanien ergänzt. Die Erzeugerpreise für festschalige deutsche Frühkartoffeln lagen zu Wochenbeginn mit durchschnittlich 50 bis 52 Euro/dt auf dem Niveau der Importware.

Martin Schildböck, LK NÖ

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