Kartoffelmarkt KW 19/2021: Saisonfinale mit unveränderten Preisen

Auf dem heimischen Speisekartoffelmarkt liegt das Hauptaugenmerk weiterhin auf der Vermarktung alterntiger Speiseware. Nach wie vor kann dabei auf reichlich Ware zurückgegriffen werden. Die Bauernläger sind aber mittlerweile einigermaßen geräumt, die Vorräten bei den Händlern dürften aber zumindest bis Anfang Juni reichen.
Mit dem Absatz am Inlandsmarkt ist man zufrieden. Positive Impulse erhofft man auch von der baldigen Öffnung der Gastronomie.
Bei den Erzeugerpreisen gibt es eine weitere Woche keine Änderung. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware meist 12 Euro/dt genannt. Übergrößen und Ware, die vorrangig für den Export bestimmt ist, werden um 5 bis 8 Euro/dt übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 18 Euro/dt zu erzielen.

Deutschland: Preise stabil

In Deutschland stehen, trotz steigender Absortierungen, weiterhin reichliche Mengen an guter Speiseware zur Vermarktung zur Verfügung. Der Absatz im LEH entwickelt sich zwar stetig, die schwache Nachfrage im Außer-Haus Verzehr und im Export können aber nicht ausgeglichen werden. Mögliche Öffnungen der Gastronomie im Sommer kommen für die Lagerware vermutlich zu spät. Zudem gehen die großen Diskonter dazu über, vermehrt Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum ins Sortiment aufzunehmen.
Aufgrund der kühlen Witterung und dem verzögerten Spargelgeschäft lässt der Absatz in diesem Segment zu wünschen übrig und die Preise sind unterschwellig unter Druck. Dagegen hellt sich die Stimmung bei den Speiseindustriekartoffeln weiter auf. Die Erzeugerpreise für alterntige Speiseware blieben stabil auf dem Vorwochenniveau. Im Bundesdurchschnitt wurden für qualitativ einwandfreie Speisekartoffeln zuletzt meist zwischen 10 und 11 Euro/dt bezahlt.

Martin Schildböck, LK NÖ

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QUELLEH.M.
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