Kartoffelmarkt KW 12/2021: Gut ausreichendes Angebot

Am heimischen Speisekartoffelmarkt setzt sich das ruhige aber stetige Bedarfsgeschäft fort. Die Händler können dabei weiterhin auf ein gut ausreichendes Angebot zurückgreifen. Der Qualitätsabbau der Lagerware schreitet zwar saisontypisch voran, gravierende Verschlechterungen blieben bislang aber die Ausnahme.
Die Absatzsituation bleibt grundsätzlich zweigeteilt. Die Nachfrage im heimischen LEH läuft auf zufrieden stellendem Niveau und dürfte aufgrund des nahendes Osterfestes weitere Impulse erhalten. Außerhalb dieser Vermarktungsschiene fehlt es jedoch an Impulsen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen rücken die erhofften Lockerungen für die Gastronomie in Ostösterreich wieder weiter in die Ferne.
Auch am Exportmarkt haben es die österreichischen Verkäufer unverändert schwer. Die potentiellen Importländer werden in der Saison 2020/21 von westeuropäischen Mitbewerbern zu niedrigen Preise reichlich mit Ware versorgt.

Bei den Erzeugerpreisen gibt es daher eine weitere Woche keine Änderung. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware weiterhin meist 12 Euro/dt bezahlt. Übergrößen werden um 5 bis 8 Euro/dt übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 18 Euro/dt zu erzielen.

Deutschland: Angebotsdruck dauert an

Auch am deutschen Speisekartoffelmarkt bleibt es bei einer weitgehend unveränderten Marktlage. In Norddeutschland gibt es immer noch große Vorräte, die auf Räumung warten. Der Angebotsdruck ist entsprechend, es gibt daher kaum Chancen, die Preise anzuheben, um höhere Aufwendungen für die Langzeitlagerung auszugleichen.
Nachfrageseitig ist der Absatz im LEH relativ lebhaft, auch wenn auf Sonderangebote immer wieder ruhigere Absatzphasen folgen. Das Exportgeschäft Richtung Tschechien oder auf den Balkan hat sich dagegen deutlich abgeschwächt. Hier dürften in letzter Zeit günstige Anbieter aus Polen und Frankreich zum Zug gekommen sein.
Die Erzeugerpreise wurden daher auf dem Vorwochenniveau fortgeschrieben. Im Bundesdurchschnitt wurden für qualitativ einwandfreie Speisekartoffeln zuletzt meist 10 bis 11 Euro/dt ausgewiesen.

Martin Schildböck, LK NÖ

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