Pionierprojekt: Gustino-Schweine verzichten auf Gen-Soja

Gefüttert mit No-GMO-Soja, gebettet auf Stroh – das "Gustino Strohschwein-klimafit".

„Wir wollen die Bedürfnisse der Konsumenten bei der Produktion berücksichtigen“, dieser Grundsatz des Verbands landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten in Oberösterreich (VLV) war für Johann Schlederer, Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse, das Motiv, die Fütterung im Rahmen des Markenprogramms „Gustino Strohschwein – klimafit“ auf Fütterung mit Donau Soja umzustellen. Das Besondere: Donau Soja ist zertifiziert gentechnikfrei, stammt aus dem Anbau in Europa und ersetzt in der Fütterung Importsoja aus Übersee, konkret aus Brasilien und den USA.

Rund 20.000 Klimatfit-Schweine pro Jahr

Zum Standard ist die Fütterung von Donau Soja bereits in der Legehennen- und Mastgeflügelhaltung geworden, für die Schweinehaltung ist das jetzt ein Pionierprojekt. Schlederer: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, diese hochwertige Produktschiene besser in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen.“ Derzeit ist das Gustino-Programm mit rund 20.000 Schweinen im Jahr noch eine Nischenproduktion. Die Mehrkosten aufgrund der gentechnikfreien Fütterung beziffert Schlederer mit zehn Euro pro Schwein. Laut Schlederer gibt es Bauern, die diesen Weg aus Überzeugung gehen, es gibt eine Kundengruppe, die dieses Produkt verlangt und es gibt auch Vermarktungspartner, die das Gustino-Schwein ins Programm nehmen.
Dazu zählt Manuel Hofer, Einkäufer beim Gastro-Großvertrieb Transgourmet. Die Entscheidung für das Gustino-Projekt begründet Hofer mit dem Stellenwert der Nachhaltigkeit. Transgourmet wolle mit diesem Engagement auf den Klimaschutz achten, die Regenwälder in Übersee schonen und hierzulande die regionale, kleinstrukturierte Landwirtschaft unterstützen sowie die Verarbeitung in der Region.

42 Prozent weniger CO2-Emission

Laut Donau Soja-Geschäftsleiterin Susanne Fromwald senkt der Einsatz von Donau Soja-zertifiziertem Tierfutter in der Schweinefleischproduktion die CO2-Belastung um 42 Prozent. Fromwald beruft sich bei dieser Zahl auf eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) Österreich. Demnach verursacht Schweinefleisch der Marke „Gustino Strohschwein – klimafit“ mit Donau Soja-Fütterung etwa 2,5 kg CO2 pro kg Schweinefleisch, während eine vergleichbare Produktion mit Soja aus Übersee 4,3 kg CO2 pro kg Fleisch verursacht. Das bedeutet eine Reduktion von 1,8 kg CO2 pro kg Schweinefleisch bzw. ein Minus von 42 % der Emissionen.

Im Handel bei Transgourmet, Lidl, Spar und Edeka

Im Handel findet sich Donau Soja im Vonatur Strohschwein bei Transgourmet, über Gustino beim Voralpen Strohschwein bei Lidl, aber auch bei Spar („Tann schaut drauf“). Auch Edeka-Märkte in Passau stehen auf der Gustino-Liste. Außerdem sind nahezu alle im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel erhältlichen Eier Donau Soja gefüttert. Susanne Fromwald: „Es macht einen wesentlichen Unterschied, wie wir unsere Nutztiere halten und füttern.“ Gustino gehe mit seiner Marke ‚Strohschwein Klimafit‘ voran. Wenn regionales, gentechnikfreies Donau Soja zum Einsatz komme, profitieren regionale Betriebe, Umwelt und Klima.

- Bildquellen -

  • W210323 Gustino Stroh Klimafit: Gustino
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AUTORH.M.
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