Futter für die Ohren

Der Bauernbund hat die Corona-Krise genutzt, um ein neues Informationsformat zu etablieren – einen Videopodcast. „Wegen Corona wurden im Frühjahr viele Veranstaltungen abgesagt und der persönliche Kontakt zu Bäuerinnen und Bauern riss vielfach ab. Anfangs haben wir uns überlegt, wie wir unsere Zielgruppe besser erreichen können. Relativ schnell haben wir Begeisterung für Videoformate wie zum Beispiel Podcasts gewonnen. Der Startschuss für den Video-Podcast fiel im Mai 2020“, erklärt Bauernbund-Präsident Georg Strasser wie es dazu kam.

Persönliche und politische Einschätzungen

20 Podcasts zum Anhören und Anschauen sind bereits gedreht, jeden Mittwoch um 19 Uhr erscheint ein neuer Podcast. Martina Rieberer, die Pressesprecherin des Bauernbundes diskutiert dabei in sieben bis zehn Minuten über aktuelle Themen aus der Innen- und Agrarpolitik diskutiert. Die Gäste geben Hintergrundinfos sowie politische und persönliche Einschätzungen preis.

In Österreich gibt es aktuell vier Podcasts zum Themenfeld Landwirtschaft, der Bauernbund-Podcast „Servus, Agrarpolitik!“ ist ein lebendiges Format für Bauernbund-Mitglieder, politisch Interessierte und kritische Geister. „Lässig ist, dass man innerhalb von wenigen Minuten einen guten Überblick und eine grobe politische Einschätzung bekommen kann. Fragen und Kritik, die über die Social Media-Kanäle des Bauernbundes reinkommen, integriere ich in den Fragen an meine Gäste. Ein wenig Selbstkritik und Ironie machen die Diskussion auch lebendiger“, meint Rieberer. Sofern es die Corona-Situation zulässt, wird der Podcast in einer eigens eingerichteten Podcast-Ecke gedreht, ansonsten findet die Diskussion über das Videokonferenz-Tool Zoom statt.

Beim Pflügen, im Auto und beim Kochen

Mehr als 10 Minuten muss man nicht einplanen, um agrarpolitisch am aktuellsten Stand zu sein. Viele hören sich den Podcast nebenbei über das Smartphone an. Bauernbund-Funktionäre holen sich vor Diskussions-Veranstaltungen kurz noch einen Input, andere schauen sich das Video abends auf der Couch oder während dem Kochen an.

Die Zuhörer sind zwischen 25-35 Jahren alt und überwiegend männlich. Feedback und Kommentare trudeln über Social Media und vielfach über die Jugend ein. Der Meinungsaustausch steht im Mittelpunkt, kritische Fragen der Zuhörer und Zuseher werden in den Podcast-Fragen integriert.

Im Schnitt verzeichnet der Podcast wöchentlich rund 7.500 Zugriffe auf Facebook. Beliebte Podcast-Gäste erreichen mit ihren Inhalten bis zu 15.000 Zuseher und Zuhörer.  Auf der Videoplattform YouTube und der Musikplattform Spotify sind es rund 200 Zugriffe pro Woche.

- Bildquellen -

  • Podcast: Bauernbund
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