Frisch, saftig, österreichisch

Er steht wie kein anderes Obst für eine gesunde Ernährung und als Lieferant wertvoller Vitamine. Gleichzeitig ist der Apfel das Symbol schlechthin für regionale Versorgung – und wird deshalb auch in ganz Österreich gefeiert. Seit 1973 ist traditionell am zweiten Freitag im November Tag des Apfels.

Der Apfel ist das Symbol für regionale Versorgung. Foto: cooperr - stock.adobe.com

Der Freitag, der 13., ist diese Woche ein „Feiertag“. Seit 47 Jahren wird der zweite Freitag im November nämlich dem Lieblingsobst der Österreicher gewidmet. Es ist ein Aktionstag, der den Apfel als Sinnbild gesunder regionaler Ernährung in den Mittelpunkt rückt.
Konsum liegt österreichweit
bei 70.000 Tonnen pro Jahr
In Österreich werden jährlich 70.000 Tonnen Äpfel konsumiert. Laut AMA liegt der Pro-Kopf-Verkauf bei zwanzig Kilo im Jahr. Kein Wunder, denn immerhin zeichnen sich Äpfel durch einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus und sind daher gerade im Winter wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten. Die beliebtesten Sorten sind Gala, Elstar und Golden Delicous.
Mit einem Anteil von 80 Prozent an der gesamten österreichischen Apfelproduktion ist die Steiermark, wie etwa die „Steirische Apfelstraße“ in der Oststeiermark, die wichtigste Apfelregion Österreichs. Würde man die im Apfelland in der Oststeiermark geernteten Äpfel aneinander reihen, ginge diese Apfelstraße von Puch bei Weiz bis Peking in China, ist man sich beim Land Steiermark sicher.
Der Apfel ist damit nicht nur für diese Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Dementsprechend soll der Aktionstag den regionalen Konsum stärken sowie das Augenmerk der Konsumenten auf Äpfel aus der Produktion der österreichischen Landwirtschaft gelenkt werden und den bewussten Verzicht auf Importware fördern. „Heimische Apfelsorten sind gut lagerfähig und ganzjährig erhältlich“, betont die AMA in diesem Zusammenhang. Damit dieses Bewusstsein aber schon bei den Jüngsten greift, wird der „Tag des Apfels“ gerne auch in Schulen und Kindergärten begangen. In diversen Projekten sollen bereits Kinder für die Bedeutung regionaler Produkte sensibilisiert werden.
Die Landwirtschaftskammer Österreich betont außerdem die Wichtigkeit der Herkunftsüberprüfung im Verkauf. Es gehe dabei um Transparenz gegenüber den Obstbauern und gegenüber den Konsumenten. Die österreichische Qualiltät werde geschätzt, da soll der Apfel nicht für Lockangebote herhalten müssen, wird bei der LK betont. Nach mehreren Krisenjahren werden heuer nämlich wieder kostendeckende Erzeugerpreise erwartet. Damit ist der Tag des Apfels auch für die Produzenten ein „Feiertag“.

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