Ferkelmarkt KW 48/2019: Extreme Knappheit, Notierung steigt auf 3,10 Euro/kg

Ferkel sind europaweit Mangelware. Das im Jahresvergleich deutlich unter Schnitt liegende Angebot reicht nicht mehr aus, um der anhaltend hohen Nachfrage auch nur annähernd nachkommen zu können. Mit Ausnahme fester Lieferbeziehungen nehmen die Wartezeiten stark zu.
Die Entwicklungen in der EU in den letzten 20 Jahren rächen sich nun. Viele Länder haben in dieser Zeit ihre eigene Ferkelproduktion völlig vernachlässigt und sich darauf verlassen, dass ihr Ferkelbedarf über Dänemark und Holland gedeckt wird. Nun schrumpfen aber auch in diesen beiden Ländern seit einiger Zeit die Sauenbestände. Andere Länder wiederum schafften und schaffen immer strengere Auflagen für die Ferkelerzeuger und drängen sie damit immer mehr zurück.
Damit prägt sich die Ferkelknappheit aktuell immer stärker aus und daran dürfte sich auch so schnell nichts ändern.

Auch am Heimmarkt nimmt die Ferkelknappheit inzwischen extreme Formen an. So ist man in Oberösterreich in der Vermittlung bereits mit einer gesamten Wochenmenge im Lieferrückstand. Auch in Niederösterreich und der Steiermark liegt man mehrere tausend Stück hinter der Nachfrage zurück. Eine kurzfristige Änderung dieser Marktgegebenheit ist aktuell nicht in Sicht.
Die Notierung verbessert sich um zehn Cent auf 3,10 Euro/kg.

Notierung Öhyb-Ferkel  KW 49/ 2. bis 8. Dezember 2019:
                                                  (Euro/kg)
• Öhyb-Ferkel NÖ, OÖ, Stmk.              3,10  (+ 0,10)

Johann Stinglmayr, VLV

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Bildquellen -

  • Ferkel Vor Absetzen 3 ID77187: Agrarfoto.com
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