Der mehrjährige EU-Finanzrahmen (2021-2027) wurde am vergangenen Dienstag beschlossen. Im Zuge dessen kam auch das Agrarbudget zum Abschluss. Aus Sicht der Landwirtschaft kann man von einem großen Erfolg sprechen.

Tirols Bauernbundobmann LHStv. Josef GeislerQuelle: Tanja Cammerlander
Tirols Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler

„Von Anfang an hat unser Bundeskanzler Sebastian Kurz klar gemacht, dass Kürzungen im Bereich des Agrarbudgets nicht akzeptabel sind“, bedankt sich Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler bei Kurz für seine Hartnäckigkeit im Bezug auf die landwirtschaftlichen Mittel. 

Das Ergebnis der harten Verhandlungen: Ein Gesamtplus von rund fünf Millionen Euro jährlich im Agrarbudget, sprich 35 Millionen Euro in den kommenden sieben Jahren. Im Vergleich: Gestartet wurden die Verhandlungen zum neuen EU-Finanzrahmen mit rund minus (!) 110 Millionen Euro pro Jahr, und somit einem Verlust von 770 Millionen Euro insgesamt. „Einfluss auf diese enorme Entwicklung nahm sicher auch die Coronakrise. Sie führte uns vor Augen, wie wichtig die regionale Versorgung mit Lebensmitteln ist – und somit auch die große Bedeutung der heimischen Bauern“, führt LHStv. Geisler aus.

Tiroler Schwerpunkte wurden in Brüssel gut vertreten

Besonders erfreut zeigt sich Geisler über einen höher gesetzten Finanzrahmen im Bereich der Ländlichen Entwicklung. Plus 4,1 Prozent, was 23 Millionen Euro pro Jahr entspricht, konnten ausverhandelt werden. „Gerade für die kleinstrukturierte Tiroler Berglandwirtschaft ist das ein enormer Gewinn und gibt den Bauern Zukunftssicherheit“, so Josef Geisler. 

Die Schwerpunkte der Ländlichen Entwicklung umfassen unter anderem das Agrarumweltprogramm ÖPUL inklusive biologischer Landwirtschaft, die Förderung der Landwirtschaft in benachteiligten Gebieten (Ausgleichszulagen – Bergbauernförderung) sowie Investitionen in den ländlichen Raum. „Genau diese Themen bewegen die Tiroler Landwirtschaft. Diese Schwerpunkte nutzen sowohl unseren Bauernfamilien als auch der ländlichen Bevölkerung im Allgemeinen“, bestätigt Geisler.

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