Erzeugung von Biomilch-Produkten nahm 2019 weiter zu

Im Bereich Trinkmilch konnte die Erzeugung um mehr als 8% oder 9,9 Mio. kg gesteigert werden. FOTO: agrarfoto.com

Im Jahr 2019 wurden die heimischen Molkereien und Käsereien mit 584.974 t Biomilch beliefert. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 2,9% oder 16.611 t. Der Biomilch-Anteil an der Gesamtanlieferung entsprach 18,6%, somit zählt Österreich in der EU auch weiterhin zu den Spitzenreitern im Biomilch-Sektor. Dies geht aus Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Bio-Produkte weiter auf dem Vormarsch

Die heimischen Molkereien und Sennereien haben in fast allen Segmenten die Bio-Produktion erhöht. Besonders sticht dabei die Kategorie Trinkmilch hervor. In diesem Bereich konnte die Erzeugung um mehr als 8% oder 9,9 Mio. kg gesteigert werden. Vor allem die pasteurisierte Trinkmilch mit einem Fettgehalt von 3,5% und darüber konnte ein starkes Plus erzielen; die Mehrproduktion gegenüber 2018 betrug stattliche 7,4 Mio. kg. Die Hauptproduktion im Bereich Trinkmilch liegt nach wie vor bei der länger frischen ESL-Trinkmilch mit einem Fettgehalt ab 3,5% – im Jahr 2019 wurden davon 71,6 Mio. kg erzeugt. Insgesamt beläuft sich die Produktion im Bio-Trinkmilchbereich auf 130 Mio. kg.

Ebenfalls einen ordentlichen Zugewinn im Bio-Bereich konnte die Kategorie “Süßrahm und Sauerrahm” erringen. Die Produktionssteigerung gegenüber dem Vorjahr betrug rund 13%, wobei vor allem die Herstellung von pasteurisiertem Sauerrahm mit über 29% Fettgehalt deutlich zulegen konnte. Die Kategorie “angesäuerte und süße Milchmischprodukte” kam zu einem kleinen Produktionsplus von 1% gegenüber dem Jahr 2018 und umfasst nun etwas mehr als 35 Mio. kg. Vor allem Kefir erfreut sich großer Beliebtheit; die Produktion stieg im Jahr 2019 um mehr als 1 Mio. kg auf 3,4 Mio. kg.

Die Produktion von Bio-Teebutter und -Butterzubereitungen verzeichnete mit 4,1 Mio. kg ein ansehnliches Plus von 7,1%. In der Sparte Käse und Topfen ging die Bio-Produktion 2019 um etwa 3,6% auf 30,8 Mio. kg zurück. Die gefragten Käsesorten Gouda und Bergkäse zählten zu den Verlierern in der Bio-Schiene im Vergleich zum Jahr 2018.

AIZ

- Werbung -
Vorheriger ArtikelAgrar-Terminmarkt 17. Juni 2020 – Weizen unter Druck
Nächster Artikel400 Mio. Euro Entlastung