Ein massiver Invest-Schub für Erneuerbare Energien

Einen raschen Erlass des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes des Bundes fordert lautstark LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Ebenso vehement lehnt er den Weiterbetrieb eines Uralt-Schrottreaktors im benachbarten Tschechien ab.

Ehrgeizige Ziele hat sich das Land NÖ gesetzt: Zehnmal mehr Strom aus Photovoltaik, Windkraft-Leistung verdoppeln und Schaffung von 10.000 „Green Jobs“.

Mit Nachdruck werden die Ziele, die sich das Land Niederösterreich in puncto Energiewende und Nachhaltigkeit gesetzt und im Klima- und Energiefahrplan 2030 festgeschrieben hat, vorangetrieben. Dazu wird auch die EVN in den kommenden drei Jahren 1 Milliarde Euro in Erneuerbare Energien, in Strom- und Wärme-Netze sowie in die Trinkwasserqualität investieren.

„Kein Verständnis mehr für ­Verzögerungen beim EAG“

Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sind diese Investitionen ein „enormer Schub für unsere Energiewende und für eine sichere und saubere Versorgung“. Das helfe der Umwelt und dem Klima und das schaffe Arbeitsplätze in Niederösterreich. „Die EVN investiert in alle Formen der Erneuerbaren Energie, wie Photovoltaik, Windkraft, Biomasse und Kleinwasserkraft. Das nutzt uns immens bei der Erreichung unserer ambitionierten Klima- und Energieziele“, so Pernkopf.

Neben solchen Investitionen brauche es aber auch endlich das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) des Bundes, das die Fördermodalitäten für Wind, Wasser, Sonnenkraft und nicht zuletzt auch Biomasse regelt. Daher fordert Pernkopf von Umweltministerin Leonore Gewessler eine zügige Lösung ein. Das Gesetz wurde bereits mehrmals verschoben, hätte eigentlich zu Jahresbeginn in Kraft treten sollen. Bisher wurde es aber weder im Parlament noch im Ministerrat behandelt.

Laut einer Österreich Energie-Studie löse jeder investierte Euro im Bereich der Energie zwei weitere Euro aus. Pernkopf: „Die rasche Umsetzung dieses Gesetzes brächte umgehend Investitionen von 550 Millionen Euro und sauberen Strom für 425.000 Haushalte in Niederösterreich.“ Diese Investitionen würden „sofort wirken“, das Klima schützen, Arbeitsplätze schaffen. „Ich habe daher kein Verständnis für die Verzögerung“, sagt Pernkopf.

Klare Worte findet der LH-Stellvertreter auch anlässlich des Endes der Stellungnahme-Frist zur Betriebs­erlaubnis für Mochovce 3 in Tschechien: „Dieser Schrottreaktor, ein Relikt aus dem alten Atom-Zeitalter, muss endlich der Vergangenheit angehören.“ Zehn Jahre nach dem Unglück von Fukushima und 35 Jahre nach Tschernobyl müsse jedem klar sein, dass Atomkraft keine Zukunftsenergie sei, schon gar nicht aus diesem Reaktor. Pernkopf: „Mochovce 3 ist ein Sicherheitsrisiko, wie neu aufgedeckte Sicherheitsmängel deutlich zeigen.“ Die Inbetriebnahme wurde schon einmal verschoben, es wäre dringend an der Zeit, die Pläne endgültig zu begraben.

„Seit 2015 erzeugen wir in Niederösterreich 100 Prozent unseres Strombedarfs aus Erneuerbarer Energie“, wies der LH-Stellvertreter einmal mehr auf die Vorreiterrolle des Landes Niederösterreich hin. „Die Expertise unserer Fachleute und unsere guten Erfahrungen bieten wir gerne auch unseren Nachbarländern an“, so Pernkopf.

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