Der Verein Kuratorium Wald hat die Linde zum Baum des Jahres 2021 gekürt. Die Sommer- und Winterlinde spielen in fast jeder Dorfgemeinschaft schon seit Jahrtausenden eine zentrale Rolle. Aber nicht nur Menschen, auch Bienen und andere Insekten suchen die Linden besonders gerne auf. Durch ihre relativ späte Blüte im Juni (Sommerlinde) bzw. Juli (Winterlinde) liefern sie der Honigbiene reichlich Nektar, wenn nur mehr wenige andere Blüten in der Landschaft zu finden sind. Der typisch intensive Duft der Linde überträgt sich dabei auf den Geschmack des Honigs und macht ihn zu einer kulinarischen Spezialität.  Durch ein belassen von Linden an Waldrändern, Alleen oder auf Dorfplätzen kann also auch zum Bienenschutz beigetragen werden. Eine detaillierte Broschüre zum aktuellen Baum des Jahres erscheint jedes Jahr pünktlich zum 25. April – dem Internationalen Tag des Baumes – und ist über die Homepage des Kuratorium Wald erhältlich (www.wald.or.at).

Teil unserer Kultur

Schon immer galt der bis zu 30 Meter hohe Baum mit breit ausladender Krone als Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens. Vor allem die Sommerlinde, die bis 1.000 Jahre alt werden kann, wurde von vielen Generationen als Sammelpunkt verwendet und ist Ursprung zahlreicher Gedichte und Volkslieder.  

„Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lindenbaum
Ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum“

 Aus dem Liederzyklus “Winterreise” das Volkslied „Lindenbaum“ – Musik: Franz Schubert, Text: Wilhelm Müller

PS: Erst vor kurzem ist eine Neufassung der Winterreise von Roland Neuwirth erschienen (z.B. online zu hören bei Spotify). Am Klavier spielt Florian Krumpöck.

Red. MS

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