Copa-Cocega übt Kritik an Mercosur-Abkommen

In seiner jetzigen Form sei Mercosur für EU-Landwirte inakzeptabel, so Copa-Cogeca, CIBE und AVEC. FOTO: daboost -adobe.stock.com

Die Gespräche über die Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen Europa und den Mercosur-Ländern wurden mit Beginn der portugiesischen Ratspräsidentschaft wieder aufgenommen. Die landwirtschaftlichen Dachorganisationen der EU, Copa-Cogeca, CIBE und AVEC, starteten daher eine neue Kampagne in den sozialen Medien.
In einem sechsminütigen Video erinnern die drei Organisationen daran, dass die Agrargemeinschaft zur Unterstützung der EU-Handelsagenda im Vorfeld des Brexit einige Abkommen begrüßt hat. Das Mercosur-Abkommen weise aber deutliche Unterschiede auf. In seiner jetzigen Form sei es für EU-Landwirte inakzeptabel.
Das 2019 getroffene Abkommen mit dem Mercosur sei erstens im Kapitel Landwirtschaft unausgewogen. Zweitens fürchtet die europäische Landwirtschaft die schwer messbaren Auswirkungen aller bereits unterzeichneten sowie zukünftiger Abkommen. In diesem Kontext sei das Mercosur-Abkommen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen könnte. Drittens fördere das Abkommen aufgrund von Doppelstandards die Unausgeglichenheit zum Nachteil der EU-Landwirte
Laut CIBE werden etwa in Brasilien 27 Herbizide und Insektizide verwendet, die in Europa verboten sind. Vor dem Hintergrund der „Farm to Fork“-Gespräche seien derartig ungleiche Wettbewerbsbedingungen in keiner Weise nachvollziehbar. Ein ordnungsgemäßes Prüfungsverfahren zur Vermeidung jeglicher Schlupflöcher sei daher unerlässlich. Das EU-Parlament und die nationalen Parlamente müssten bei der Entscheidung einbezogen werden.

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