Rotwild

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Waldbewirtschaftung: Verbiss bringt Naturverjüngung unter Druck

2.204 Hektar Wald sind in Vorarlberg von Wildschäden betroffen. Besonders Schutzwälder leiden unter Verbiss. Brisant: Bei den behördlichen Reaktionen weist der Wildschadensbericht nur Nullen aus.

Wo Tanne und Bergahorn den Verbiss nicht überleben, kann sich der Wald nicht natürlich verjüngen. Der Wildschadensbericht 2025 zeigt die Dimension: Von 134 österreichweit gültigen Gutachten entfallen 47 auf Vorarlberg. Insgesamt sind 2.204 Hektar betroffen – überwiegend durch Verbiss.

Vorarlbergs Schutzwälder in Bedrängnis

Besonders kritisch ist die Lage in den Schutzwäldern von Bludenz und Feldkirch. Rot-, Reh- und Gamswild setzen der Waldverjüngung zu. Weißtanne und Bergahorn werden besonders stark verbissen. In Bludenz reichen die Problemzonen vom Klostertal bis ins Montafon. Windwürfe und Borkenkäfer haben zusätzliche Freiflächen geschaffen. Im Bezirk Feldkirch ist rund ein Drittel der Waldflächen betroffen. Besonders genannt werden Laternsertal, Saminatal und Frödischtal. Im Saminatal sind mehr als 500 Hektar betroffen. Besonders auffällig: Bei den Reaktionen der Jagdbehörden weist der Bericht für Vorarlberg durchgehend Nullen aus. Wegen Verbiss wurde zuletzt 2017, wegen Schälschäden 2019 eingegriffen. Das Antragsrecht des Landesforstdienstes blieb ungenutzt. Das Land weist den Eindruck der Untätigkeit zurück. Es verweist auf Abschussplanung, Abschussaufträge, längere Schusszeiten und Kahlwildvorgaben. Diese Maßnahmen erfasst der Bericht nicht. Seit 2023 wurden keine neuen Flächen ausgewiesen.

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