Bauernkiste_Frauen

Copyright © Bauernkiste

Die starken Frauen der Tiroler Bauernkiste

Ob als innovative Unternehmerin, Betriebsleiterin, Strategin, traditionsbewusste Bäuerin oder zentrales Bindeglied im Familienbetrieb: Frauen prägen den Mikrokosmos der Bauernkiste als Österreichs ersten digitalen Bauernmarkt.

Wie viel „Frauenpower“ hinter dem Erfolgsprojekt Bauernkiste steckt, zeigt schon die Entstehungsgeschichte: Im Gründungsjahr 1997 hatte Agrarökonomin DI Therese Fiegl die zündende Idee, eine in dieser Form neuartige bäuerliche Direktvermarktung via Onlineshop zu etablieren. Mit dem Angebot von rund 550 verschiedenen Erzeugnissen inklusive Hauszustellung spiegelt die Bauernkiste auch heute noch wider, was das Land an kulinarischen Köstlichkeiten zu bieten hat. Die Produkte werden von den Kund*innen direkt bei den Bäuer*innen eingekauft, die ihre Preise selbst festlegen und damit fair für ihre Arbeit entlohnt werden.

Logistische Meisterleistung in Frauenhand

„Rundherum“ steckt eine über viele Jahre bewährte Logistik: Bis Montagabend, 23.59 Uhr sind Bestellungen für die aktuelle Woche möglich. Am Dienstagvormittag rufen die Produzent*innen ihre Kundenbestellungen aus dem Webshop ab, das Bauernkiste-Team bringt die gesammelte Order zu den drei Packstellen in Thaur und Stams. Bis Donnerstagmittag werden die bestellten Waren von den jeweiligen Erzeuger*innen zur Packstelle transportiert. Hier werden die Produkte gemäß Kund*innen-Bestellungen in Kisten sortiert und am Donnerstagnachmittag bzw. am Freitagvormittag von mehreren selbstständigen Fahrer*innen an die Privathaushalte ausgeliefert. Rund 650 stabile Mehrwegkisten mit sonnengelbem Bauernkiste-Logo werden pro Woche an die Frau oder den Mann gebracht. Versorgt werden dabei die Gebiete ab Stans im Unterland über den Großraum Innsbruck bis hinauf ins Tiroler Oberland einschließlich des Großraum Telfs, des Seefelder Plateaus, des Oberen Gerichts, dem Pitz-, Kauner- und Stanzertal. Das Besondere daran: Sowohl Büro und Marketing, die Packstellen und das Plenum, in welchem gemeinsame Entscheidungen gefällt und Strategien besprochen werden, liegen fast ausschließlich in weiblicher Hand.

Ein Umstand, den auch Landesbäuerin Helga Brunschmid wertschätzt: "Das Internationale Jahr der Bäuerin bietet uns die Möglichkeit, aufzuzeigen, was Bäuerinnen weltweit und besonders in Tirol für den Erhalt der flächendeckenden Landwirtschaft leisten und wo es auch bei uns noch Ungerechtigkeiten gibt. Gerade im Bereich der Diversifizierung sind es oft die Frauen, die mit Ideenreichtum und Mut Neues ausprobieren. Die Bauernkiste ist ein gelungenes Beispiel für gelebte "Frauenpower".

Weitere Artikel