Früher als sonst starteten die steirischen Kürbisbauern in die heurige Ernte. Bereits seit mehreren Wochen laufen im Süden des Landes die Maschinen auf Hochtouren. Jetzt geht es bereits Richtung Norden. Laut Arno Mayer, Leiter der Pflanzenbauabteilung der Landwirtschaftskammer, gibt es heuer sehr unterschiedliche Erträge: „Diese reichen von Totalausfällen bis hin zu Höchsterträgen.“ Besonders auf leichten Schotter- und Sandböden zeigten sich laut Mayer deutliche Ertragseinbußen, wobei Flächen nahe Flussläufen mit der Kernmenge überraschten.
Schutz vor Sonnenbrand
Mayer erklärt auch: „Eine leichte Verunkrautung der Flächen hat sich heuer besonders positiv ausgewirkt. Die Kürbisse waren vor dem Sonnenbrand wesentlich besser geschützt.“ Auf unkrautfreien Versuchsflächen wurden heuer Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius gemessen. Insgesamt war der Pflanzenbau-Chef von der Trockenheitstoleranz der neuen Kürbissorten sehr überrascht. Insgesamt sind die Kürbisse heuer wesentlich kleiner, weisen aber eine ausgezeichnete Kernqualität auf.
Parallelen zu 2025
In der Steiermark wurden heuer rund zehn Prozent mehr Ölkürbisse angebaut als im Vorjahr. Bereits im heurigen Frühjahr hatte die Landwirtschaftskammer nach dem Flächenrückgang 2025 mit einem Zuwachs von rund zehn Prozent gerechnet. Im Jahr 2025 waren in der Steiermark nämlich „nur“ knapp 9.100 Hektar Kürbisse angebaut worden. Und auch 2025 litten die Kürbisbauern schon unter der Trockenheit und Hitze, die vor allem im Juni für große Probleme gesorgt hatte.
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