Wo die Bewirtschaftung endet, verschwindet auch die Kulturlandschaft: Beim Besuch im Nationalpark Hohe Tauern diskutierten Vertreter aus Salzburgs Landwirtschaft, Politik und Nationalpark über die Zukunft von Schutzgebieten. „Unsere Almen und Berggebiete sind keine unberührte Wildnis sondern über Generationen gewachsene Kulturlandschaften. Sie wurden von Menschen geschaffen und können auch nur durch eine aktive Bewirtschaftung in ihrer heutigen Form erhalten bleiben“, betont BB-Direktorin Alexandra Voithofer.
Ein Beispiel ist das Hollersbachtal: Eine Alm wird dort seit sechs Jahren nicht mehr bewirtschaftet, weil ein sicherer Auf- und Abtrieb der Tiere nicht mehr möglich ist. Fehlende Infrastruktur erschwert die Arbeit und gefährdet wertvolle Almflächen. „Wer unsere Kulturlandschaften erhalten möchte, muss den Bäuerinnen und Bauern auch ermöglichen, sie zu bewirtschaften. Dazu gehören zeitgemäße Lösungen wie Zufahrtswege oder Materialseilbahnen, wo sie notwendig sind“, erklärt Landesbäuerin Claudia Entleitner. Damit diese Anliegen auch in Schutzgebieten berücksichtigt werden können, brauche es eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen.
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