Weinreben in Oberösterreich

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Wein trotzt der Trockenheit in Oberösterreich

Die Erntemenge dürfte unter dem langjährigen Durchschnitt liegen, gleichzeitig versprechen die Trauben eine gute Qualität.

Der Sommer 2026 war von extremer Hitze und anhaltender Trockenheit geprägt. Auch die oberösterreichischen Weinbaubetriebe blieben davon nicht verschont. Erwartet wird eine Erntemenge von circa 400.000 Litern und damit etwa 20 Prozent weniger als der langjährige Durchschnitt von knapp 500.000 Litern. Im Vergleich zu anderen Weinbauregionen Österreichs seien die Einbußen damit jedoch moderat, heißt es aus dem Agrarressort.

„Gleichzeitig lässt gerade dieser trockene und heiße Sommer auf einen qualitativen und interessanten Jahrgang hoffen“, erklärt Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger. Die Weinreben seien aufgrund ihrer tiefgründigen Verwurzelung grundsätzlich besser gegen längere Hitzeperioden gewappnet als viele andere landwirtschaftliche Kulturen. Eine Ausnahme bildeten neu ausgepflanzte Weingärten, die ohne zusätzliche Bewässerung im heurigen Sommer nur geringe Überlebenschancen gehabt hätten.

Für eine abschließende Bewertung sei es laut Weinbaupräsident Leo Gmeiner jedoch zu früh: „Eine endgültige Beurteilung des neuen Jahrgangs können wir seriös erst dann machen, wenn wirklich alle Trauben im Keller sind.“ Aus heutiger Sicht sei die Entwicklung aber vielversprechend. „Die Weinreben blieben auf Grund der trockenen Witterung über den ganzen Sommer sehr gesund und die Trauben haben sich bislang recht gut entwickelt.“

Weinbau wächst

Oberösterreichs Weinbau hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Fläche gewonnen. Im Jahr 2003 gab es drei Hektar Weingärten, heute sind es 108 Hektar und somit um fünf Hektar mehr als im Vorjahr. Circa 40 Winzer beschäftigen sich professionell mit dem Weinbau und bringen ihre Weine auf den Markt.

„Aus einer kleinen Nische ist eine dynamische und zunehmend erfolgreiche Sparte geworden“, betonte Langer-Weninger. Knapp 70 Prozent der Produktion entfallen mittlerweile auf Weißwein, 30 Prozent auf Rotwein. Mit mehr als 70 angebauten Rebsorten ist die Vielfalt groß. Bei den weißen Sorten dominieren Grüner Veltliner, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Donauriesling und Gelber Muskateller. Bei den roten Sorten stellen Muscat Bleu, Zweigelt und Pinot Noir die größten Anteile.

Auch bei der Nachhaltigkeit gibt es Entwicklungen: Rund ein Drittel der Rebfläche ist bereits mit PIWI-Rebsorten bepflanzt, die aufgrund ihrer Pilzwiderstandsfähigkeit einen reduzierten Pflanzenschutz ermöglichen.

Gleichzeitig ist der Wein aus dem eigenen Land auch bei den Konsumenten gefragt: Der Großteil des oberösterreichischen Weins bleibt im Land. „Weit über 95 Prozent des oberösterreichischen Weines wird auch gleich wieder in Oberösterreich getrunken“, unterstreicht LK-Präsident Franz Waldenberger.

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