Der Austausch von der Bezirksebene bis hinauf in europäische Dimensionen tut allen Seiten gut. Das zeigte sich kürzlich beim Besuch des EU-Abgeordneten Alexander Bernhuber im Bezirk Freistadt (OÖ), wo er im Rahmen des diesjährigen Bauernbund-Sommergespräches zu Gast war.
Gemeinsam mit dem Bauernbund-Bezirksvorstand standen Betriebsbesuche sowie der direkte Austausch mit Bäuerinnen und Bauern aus der Region auf dem Programm. Den Ausklang bildete das traditionelle Sommergespräch in Lasberg mit rund 130 Funktionären.
Bauernbund-Bezirksobmann Martin Moser – er ist auch Bürgermeister von Bad Zell – unterstrich die Bedeutung solcher Besuche: „Gerade die aktuellen Herausforderungen zeigen, wie wichtig es ist, dass die Anliegen unserer bäuerlichen Familienbetriebe direkt auf europäischer Ebene eingebracht werden. Der persönliche Austausch schafft Verständnis für die Realität am Hof und stärkt die Interessenvertretung unserer Landwirtschaft in Brüssel.“
Informationen über laufende GAP-Verhandlungen
Bernhuber nutzte im Gegenzug die Gelegenheit, um aus erster Hand über die laufenden Verhandlungen zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu informieren: „Die Entscheidungen für die Landwirtschaft von morgen werden derzeit vorbereitet. Deshalb habe ich zum GAP-Entwurf für die Periode 2028 bis 2034 insgesamt 45 Änderungsanträge eingebracht, um die Anliegen unserer Bäuerinnen und Bauern bestmöglich zu vertreten. Während wir aktiv Verbesserungen auf den Weg bringen, hat die FPÖ keinen einzigen Änderungsantrag eingebracht“, berichtete der Abgeordnete. Wer gestalten wolle, müsse auch Verantwortung übernehmen und Vorschläge auf den Tisch legen.
Auch Bezirksbäuerin Johanna Miesenberger wies auf die Bedeutung der Betriebsbesuche hin. Landwirtschaft brauche außerdem Planungssicherheit, faire Rahmenbedingungen und eine starke Stimme. „Für all das stehen wir als Bauernbund“, bekräftigte die Bäuerin und Bundesrätin.
Die Verantwortlichen im Bezirk Freistadt konnten auf jeden Fall eine positive Bilanz ziehen. Schließlich habe man auch zeigen können, wie engagiert, zukunftsorientiert und leistungsfähig die regionale Landwirtschaft sei.
Betriebsbesuche
Ausgang der Tour war der Besuch des Masthühnerbetriebes von Bernhard Himmelbauer in Tragwein. Anschließend besuchte die Delegation den Schweinezuchtbetrieb von Anna und Georg Gstöttenbauer in Neumarkt im Mühlkreis.
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