Landmaschinen im Strassenverkehr

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Natur genießen: So gelingt das Miteinander von Landwirtschaft und Freizeit

Landwirtschaft ist kein Vergnügungsraum, sondern ein Ort, wo gearbeitet wird und Lebensmittel produziert werden: Der OÖ Bauernbund fordert Respekt für Eigentum sowie das korrekte Verhalten auf Almen und mahnt zur Vorsicht in der Erntezeit.

Ob Wandern, Mountainbiken, Laufen oder Schwammerlsuchen – die Freizeitnutzung im ländlichen Raum nimmt zu. Gleichzeitig sind Felder, Wiesen, Wälder und Almen aber keine Freizeitanlagen, sondern Arbeits- und Produktionsräume. Der OÖ Bauernbund appelliert daher an alle Naturbegeisterten, auf die Arbeit der bäuerlichen Familienbetriebe Rücksicht zu nehmen und geltende Regeln einzuhalten. Direktor Wolfgang Wallner betont: „Wer die Natur nutzt, sollte sich bewusst sein, dass diese Landschaft das Ergebnis harter Arbeit ist und entsprechend respektvoll behandelt werden muss.“

Erntezeit erfordert Aufmerksamkeit

Mit dem Beginn der Getreideernte sind derzeit wieder zahlreiche landwirtschaftliche Fahrzeuge auf Straßen und Wegen unterwegs. Der OÖ Bauernbund ruft alle Verkehrsteilnehmer zu Verständnis und Geduld auf. Landwirtschaftliche Maschinen benötigen aufgrund ihrer Größe oftmals mehr Platz und können daher nicht so einfach ausweichen. „Gerade jetzt sind gegenseitige Rücksichtnahme und Hausverstand gefragt“, so Wallner.

Auch abgestellte Autos auf Güterwegen und in Zufahrten zu landwirtschaftlichen Grundstücken sorgen immer wieder für Probleme. Ob Wanderer, Mountainbiker oder Schwammerlsucher – niemand sollte landwirtschaftliche Arbeiten behindern oder Zufahrten blockieren. Besonders während der Ernte können verstellte Wege zu erheblichen Verzögerungen und Sicherheitsrisiken führen.

Feld- und Güterwege sind wichtige Betriebswege. Sie müssen frei bleiben, damit Erntearbeiten, Transporte und notwendige Fahrten ohne Behinderungen durchgeführt werden können.

Wolfgang Wallner

OÖ Bauernbund-Direktor

Almen: Wirtschaftsraum und Lebensraum

Besonders in den Sommermonaten zieht es viele Menschen auf die heimischen Almen. Der OÖ Bauernbund erinnert daran, auf Almen stets ausreichend Abstand zu Kühen und Kälbern zu halten. Besondere Vorsicht ist bei Mutterkühen geboten, die ihre Kälber instinktiv schützen. Zudem sollten Hunde nach Möglichkeit nicht auf Almen mitgenommen werden. „Wer sich an einfache Verhaltensregeln hält und ausreichend Abstand zu Weidetieren wahrt, trägt wesentlich zu einem sicheren Miteinander bei“, betont Wallner.

Digitale Routen kritisch hinterfragen

Ein weiteres Problem stellen digitale Routenplattformen dar. Immer wieder werden dort Wege vorgeschlagen, die nicht für die öffentliche Nutzung vorgesehen sind. Der OÖ Bauernbund empfiehlt daher, ausschließlich gekennzeichnete und offiziell ausgewiesene Wege zu nutzen sowie Sperren und Hinweistafeln zu beachten.

„Ein gutes Miteinander von Landwirtschaft und Freizeitnutzung ist möglich. Dafür braucht es Respekt vor Eigentum, Verständnis für die bäuerliche Arbeit und die Bereitschaft, aufeinander Rücksicht zu nehmen“, so Wallner abschließend.

Rechtliche Details sind auf der Website des OÖ Bauernbundes zu finden: www.ooe.bauernbund.at/rechtsberatung

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